Knapp 200 Zuschauer fanden am Muttertag den Weg ins Ankenstadion. Auf dem Spielberichtsbogen ist Platz für 50 Spieler, mehr darf ein Verein nicht aufstellen. In der Regel liegt der Durchschnitt  bei 25-30 Spielern. Die Schwäbisch Hall Unicorns II nutzen den gesamten Bogen und so standen vor der Partie 50 Einhörner  22 spielfähigen Mammuts an der Spielfeldmitte gegenüber. Diese Übermacht ließ bereits vermuten, in welche Richtung die Partie läuft.

Die Kuchener Verteidiger waren beim ersten Haller Angriff wachsam und ließen keine größeren Raumgewinne zu. Dennoch überquerte Hall das Feld langsam aber sicher und legte den Ball zum 0:7 in der Endzone ab. Die Mammuts gabten  im vierten Versuch das Angriffsrecht per Punt wieder ab. Die Unicorns vollendeten auch die zweite Angriffswelle und beendeten das erste Quarter mit einer 14:0-Führung.

Das zweite Viertel startete mit einem verunglückten Kuchener Angriff. Der Ballträger der Mammuts verlor das Spielgerät und die Gäste sicherten sich das Angriffsrecht 35 Yard vor der Endzone. Kuchens Defense hatten das Laufspiel der Haller gut im Griff, aber der Luftwaffe der Gäste wurden sie das gesamte Spiel über nicht Herr. Erneut beendete ein Pass in die Endzone den Angriff der Einhörner und das Scoreboard zeigte ein 0:21. Dennoch gaben die Gastgeber nicht auf und kämpften. Die Offense fand endlich einen Weg durch die gegnerischen Reihen. Mit einer starken Leistung kämpften sich die Mammuts mit schönen Läufen und guten Pässen bis 20 Yards vor die Haller Endzone, mussten dann aber das Angriffsrecht abgeben. Auch die Defense legte noch eine Schippe drauf und machte es den Einhörnern schwer. Kurz vor der Halbzeit mauerten die Kuchener Verteidiger die Gäste ein und verhinderten einen Touchdown. Mit einem Fieldgoal zum 0:24-Halbzeitstand holten die Unicorns noch das Maximum heraus.

In Hälfte zwei erhöhten die Gäste gleich in ihrem ersten Drive auf 0:31. Aber auch jetzt war Aufgeben keine Option. Technisch war Hall schwer beizukommen, deshalb versuchten es die Mammuts mit brachialer Gewalt. Batuhan Bahadir und Daniel Meusling überwanden ein ums andere Mal die Haller Verteidigung und brachten den Angriff Zentimeter vor die gegnerische Endzone. Den Tüchtigen half diesmal aber nicht das Glück, die Ballspitze wollte die Linie für die ersten sechs Punkte einfach nicht berühren und das Angriffsrecht wechselte wieder. Erst kurz vor Spielende belohnten sich die Kuchener doch noch. Von der eigenen 23 Yard Line überwand das Team mit schönem Passspiel das Feld. Quarterback Marius Schweiger überwand die Verteidigungsreihe per Pass auf Batuhan Bahadir, der alle Gegner hinter sich ließ und das Ei zum 6:31-Endstand ablegte.

Headcoach Andreas Schorich ist trotz Niederlage zufrieden. „Hall ist technisch sehr stark und man muss die kleinen Fehler der Einhörner ausnutzen, um Punkte zu machen. Dazu hat unsere Erfahrung einfach nicht ausgereicht“, analysiert Schorich. Er ist stolz, dass sein Team zu keiner Zeit den Kopf in den Sand gesteckt und immer weiter gekämpft hat.