Tauziehen In China viel Neues erfahren

Die deutschen Tauzieherinnen mussten bei ihrer ersten Indoor-Weltmeisterschaft in China auf ungewohntem Untergrund Lehrgeld bezahlen und kamen über die Rolle des Schlusslichts in beiden Wettbewerben nicht hinaus.
Die deutschen Tauzieherinnen mussten bei ihrer ersten Indoor-Weltmeisterschaft in China auf ungewohntem Untergrund Lehrgeld bezahlen und kamen über die Rolle des Schlusslichts in beiden Wettbewerben nicht hinaus. © Foto: Provat
Göppingen / swp 04.04.2018

Noch ist es für die deutschen Tauzieherinnen ein langer Weg, um in die Weltspitze vorzudringen. Zunächst nahm die Mannschaft von Nationaltrainer Michael Weber, wie vier seiner Athletinnen beim TZC Kaiserberg in Göppingen zu Hause, nun aber eine Reise nach China in Angriff, um bei der Indoor-Weltmeisterschaft in Xuzhou anzutreten und an Erfahrung zu gewinnen.

Dabei zeigten sich die zehn Sportlerinnen und ihr Coach beeindruckt vom Stellenwert dieser Wettkämpfe im Reich der Mitte, wo für jede Delegation ein Team-Bus bereitstand, dessen Insassen wo auch immer schnell im Mittelpunkt und für viele Selfie-Fotos zur Verfügung standen. Nach einer stimmungsvollen Eröffnungszeremonie war die deutsche Mannschaft eines von sieben Teams in der Gewichtsklasse bis 500 Kilogramm. Da Lettland nicht antrat, gab es für die deutschen Damen im Endklassement den sechsten Rang, ein sogenannter Zug-Gewinn blieb bei diesem ersten Indoor-Turnier mit Gummiboden-Bahnen in der riesigen Austragungshalle ein Wunsch.

Im Vorfeld der Weltmeisterschaften hatten an gleicher Stätte im Rahmen der einwöchigen Veranstaltung bereits die Club Open stattgefunden, bei denen die Mannschaft als TZC Kaiserberg ebenfalls in der 500 kg-Klasse antrat. Auch bei diesen offenen Vereins-Weltmeisterschaften blieb bei elf Mannschaften nur die Rolle des Schlusslichts gegen die Konkurrenz aus China, Taiwan, Korea, Spanien, Schottland und der Mongolei. Immerhin konnten die Schützlinge von Michael Weber immer wieder gut dagegenhalten.

Dass abseits der Wettkämpfe auch viele neue Eindrücke zu verarbeiten waren, zeigte allein schon ein Blick auf die Menükarten, die chinesische Spezialitäten wie panierte Hühnerfüße, Seegurke und Schweinefüße auflisteten, aber auch Fisch, Suppen, Nudeln oder Reis boten.

Nach der Rückkehr aus China will sich die junge deutsche Mannschaft nun in einem zweiten Schritt beim Turnier in zwei Jahren im irischen Donegal für die World Games 2021 in Birmingham (USA) qualifizieren, wofür es weitere Turniererfahrung zu sammeln gilt. Aus diesem Grund wird es auch ein Trainingslager in Irland geben. Mitte Mai wartet auf die Mannschaft von Trainer Weber ein internationales Turnier im belgischen Retie, zeitgleich beginnen die Vorbereitungen für die Outdoor-Weltmeisterschaft im September im südafrikanischen Kapstadt.

Info Die Mannschaft des TZC Kaiserberg startet am 6. Mai in Pfahlbronn in die Tauzieh-Landesligasaison.

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