Ein Etappenlauf der ganz besonderen Art steht ab dem morgigen Sonntag auf dem Programm: In 19 Tagen wollen 65 Ultrasportler durch ganz Deutschland laufen. Dabei müssen sie 1350 Kilometer von Sylt bis zum Gipfel der Zugspitze bewältigen. Ein Ruhetag ist nicht vorgesehen.

Die längste Etappe beim Deutschlandlauf ist rund 90 ­Kilometer lang. Auf der Zieletappe, am Donnerstag, 3. August, ­müssen abschließend noch 24 ­Ki­lometer von Garmisch bis ­hinauf auf die Zugspitze er­klommen werden. Das bedeutet für die ­Ultraläufer fast drei Wochen lang nichts als laufen, essen, schlafen, laufen, ­essen, schlafen, laufen, ­essen, schlafen. Im Durchschnitt werden 69,5 Kilometer pro Tag gelaufen. Geschlafen wird jede Nacht in der Gruppe irgendwo in Sport- oder Gemeindehallen, was für so manchen eine zusätzliche Heraus­forderung sein wird. Der Deutschlandlauf findet in diesem Jahr ­bereits zum siebten Mal statt.

Angemeldet haben sich sechs Frauen und 59 Männer, die sich dieser Herausforderung stellen wollen. Mit dabei sind auch Bernhard Bucher aus Ebersbach und Karlheinz Dravec aus Reichenbach/Fils. Bucher ist 62 Jahre alt und hat bereits 50 Ultramarathons und Marathons in den Beinen. Beim 53-jährigen Dravec, der den „Liwa-Lauftreff“ leitet und gleichzeitig der Leichtathletik-Abteilung des TSV Lichtenwald vorsteht, dem auch Bucher angehört, sind es immerhin 32.

Um die 19-tägige Tortur zu überstehen, haben die beiden mehrere Tausend Trainingskilometer heruntergespult. Gemeinsam mit dem Lichtenwälder Armin Storz sammeln sie Spenden für die sozialmedizinische Nachsorge im Kreis Esslingen. Insgesamt 4000 Euro wollen erlaufen, das entspräche einem Euro für jeden zurückgelegten Kilometer.

Am frühen Morgen des 30. Juli zieht der Tross von Lichtenwald durch den Landkreis Göppingen bis nach Dornstadt. Und das alles für einen guten Zweck und für eine regionale Einrichtung.

Info Weitere Informationen gibt es im Internet unter https://deutschlandlauf.wordpress.com