Football Hinten passt’s bei den Mammuts

Football in der Hitze macht Durst. Johannes Bauer hat das Visier hochgeklappt und trinkt.
Football in der Hitze macht Durst. Johannes Bauer hat das Visier hochgeklappt und trinkt. © Foto: Thomas Madel
Kuchen / Von Dieter Göckelmann 12.06.2018

Trotz Gewitterwarnung kamen 150 Zuschauer ins Ankenstadion, um die Mammuts in ihrem vorletzten Heimspiel anzufeuern. Mit den Pattonville Generals erwarteten sie einen unbekannten Gegner. So tasteten sich beide Teams zu Beginn erst ab. Gegen Ende des ersten Quarters setzte sich der Kuchener Angriff durch und erntete Yard um Yard. 15 Yards vor Pattonvilles Endzone tankte sich Maik Hommel zum Touchdown durch die Verteidigung. Batuhan Bahadir steuerte noch weitere zwei Punkte mit einem gefangenen Pass in der Endzone zur 8:0- Führung bei.

Zu Beginn des zweiten Viertels legte Pawel Porada das Ei erneut in der Endzone der Generals ab, der Touchdown zählte aber nicht, da ein Kuchener wegen Haltens bestraft wurde. Weitere Versuche fruchteten nicht mehr und die Teams rieben sich um die Spielfeldmitte aneinander auf. In einem zerfahrenen Spiel mit vielen Strafen leisteten sich beide Mannschaften einige Ballverluste durch Fumbles oder Interceptions, ohne dass der Gegner dadurch einen Vorteil zog. Das änderte sich kurz vor der Halbzeit: Durch einen Fehler von Pattonvilles Quarterback bekam Andreas Schorich das Ei an der gegnerischen 30 Yard Line. Dank starken Vorblocks seiner Teamkollegen überbrückte Schorich die Yards zur Endzone und legte den Ball darin ab. Mit einem schönen Lauf in die Endzone komplettierte Maik Hommel den Spielzug und die Mammuts gingen mit 16:0 in die Halbzeit.

Das dritte Quarter begannen die Kuchener wie schon oft in dieser Saison mit vielen Nervositätsfehlern. Der Angriff geriet ins Stocken und das Angriffsrecht wechselte schnell zu den Gästen. Die Verteidigung der Mammuts stand jedoch wie eine Mauer und blockte jeden Angriff der Generäle ab. Zu Beginn des letzten Quarters überwand Pattonville aber doch die Mauer und verkürzte auf 16:6. Die Generals drückten nun und hatten einige Chancen, das Spiel zu drehen. Die Verteidigung der Kuchener wuchs aber über sich hinaus und auch der Angriff funktionierte wieder. Zwar kamen keine weiteren Punkte mehr aufs Konto der Gastgeber, aber immerhin nahmen sie durch lange Angriffe Zeit von der Uhr und retteten den Vorsprung dadurch ins Ziel.

Das Spiel sollten die Mammuts besser nicht als Visitenkarte nehmen, spannend war es aber allemal. Dies unterstrich Headcoach Andreas Schorich. Der Angriff habe sich mit drei Interceptions, einem Fumble und vielen unnötigen Strafen „das Leben selbst schwer gemacht“. Immerhin habe die Verteidigungsstrategie gegen die Generals „im Großen und Ganzen gut funktioniert“, seine Schützlinge haben „bis auf wenige Ausnahmen in der zweiten Hälfte wenig Yards zugelassen: Es waren einige schöne Spielzüge zu sehen, allein die Konstanz fehlt. Diese Routine-Abläufe stellen sich nur durch Trainieren ein. Den Mammuts bleibt eine Woche, um die Defizite auszumerzen, bevor Mannheim zum letzten Heimspiel kommt.