Frisch Auf Göppingen setzt bis Juni 2022 auf Hartmut Mayerhoffer. Gestern gab der Traditionsverein die Vertragsverlängerung mit dem 50-jährigen Coach bekannt, der seit Sommer 2018 die Verantwortung für die Bundesliga-Mannschaft trägt. Geschäftsführer Gerd Hofele und Christian Schöne als Sportlicher Leiter der Göppinger Profis lobten die Arbeit des ehemaligen Zweitliga-Spielers, der sich über das ihm geschenkte Vertrauen freute und sein Hauptziel darin sieht, „unter den vorgegebenen Voraussetzungen die Mannschaft weiterzuentwickeln“.

Trainer spricht von ambitioniertem Ziel

Hartmut Mayerhoffer sieht seinen Arbeitgeber vor vielen Herausforderungen, die er auch in der Zukunft mit Frisch Auf bewältigen möchte. Gemeinsam habe man schon viele Veränderungen in Richtung Professionalisierung herbeigeführt, sei aber noch lange nicht am Ende dieses Weges. „Das Ziel lautet, uns besser zu machen, unabhängig von der Platzierung“, so der Coach, der das vom Klub ausgegebene Saisonziel siebter Rang als ambitioniert betrachtet. „Wenn man sieht, wen man als Siebter hinter sich lassen muss, ist das ein dickes Brett“, weiß Mayerhoffer. Natürlich wünsche sich jeder Trainer einen größeren Kader, aber man müsse auch die finanziellen Mittel in Betracht ziehen. Stattdessen versuche Frisch Auf „sehr ernsthaft, die gute Jugendarbeit, die im Nachwuchscenter geleistet wird, zu integrieren“. Mayerhoffer sieht aktuell Kandidaten, die den Sprung in den Profikader schaffen können, aber man müsse den Talenten zugleich die nötige Zeit geben. In schwierigen, engen Spielen „tut man den jungen Kräften keinen Gefallen“, glaubt der Trainer, der vor zwei Jahren aus Bietigheim nach Göppingen kam und dessen Familie in Augsburg lebt. Mayerhoffer bekräftigte, sich mit der Mannschaft sehr viele Gedanken über jeden Auftritt, gerade vor heimischem Publikum, zu machen: „Wir sind uns bewusst, bei welchem Verein wir tätig sind, für uns sind die Zuschauer ein ganz wichtiger Faktor.“ Er verstehe auch die Unzufriedenheit bei schlechten Spielen, wünsche sich aber einen Austausch auf sachlicher Ebene.

Trainerdiskussion befremdlich

Deutlicher  wurde Christian Schöne. „Ich finde eine Trainerdiskussion in der aktuellen Situation befremdlich, für uns gab es in keiner Sekunde Zweifel an der Arbeit von Hartmut Mayerhoffer.  Wir gehen mit ihm und mit Selbstvertrauen in die Zukunft“, konterte der Sportliche Leiter jede Kritik aus dem Umfeld. Für Schöne ist die Weiterentwicklung des Teams sichtbar, auch wenn die aktuelle Saison noch nicht zufriedenstellend laufe. Frisch Auf setze auf Kontinuität auf der Trainerposition und in der Kaderplanung. Geschäftsführer Hofele berichtete von einer „schnellen Einigung in guten Gesprächen, Frisch Auf ist mit Hartmut Mayerhoffers Arbeit sehr zufrieden“.

Vier Verträge laufen aus

In den kommenden Wochen sind beim Bundesliga-Elften nun noch vier Spieler-Personalien zu klären. Die Verträge von Tim Kneule, Josip Peric, Ivan Sliskovic und Tim Sörensen laufen im Juli 2020 aus.

Schiller und Kneule im 28er-Kader für die EM


Nominierung Bei der gestrigen Benennung des 28er-Kaders für die Handball-Europameisterschaft im kommenden Januar in Österreich, Norwegen und Schweden hat Bundestrainer Christian Prokop wie erwartet Frisch-Auf-Linksaußen Marcel Schiller, aber auch Spielmacher Tim Kneule nominiert. Nicht im Aufgebot steht Balingens Regisseur Martin Strobel, der sich nach seinem Comeback nach Kreuzbandriss noch nicht in der Lage sieht, „ein solches Turnier zu spielen“.