Die SG Lauterstein kann doch gegen ein Team aus der oberen Tabellenhälfte gewinnen. Nachdem in der Hinrunde lediglich ein Sieg gegen den TSV Heiningen drin war, folgte nun mit dem 31:28 gegen den Dritten TSV Wolfschlugen der zweite Streich.

Erst nach dem 0:2 bekam Keeper Marc Bertele den ersten Ball zu fassen und seine Vorderleute fanden Lücken im Defensivverbund der Gäste.  Nach dem 6:7 (15.) vergaben die Lautersteiner gute Möglichkeiten und gerieten 7:10 ins Hintertreffen. Tobias Schmid tankte sich zweimal durch und brachte seine Mannschaft auf 9:10 heran. Nachdem der starke Planitz gegen die 6:0-Abwehrformation der SGL getroffen hatte, zeigte Lucas Lenz seine Klasse und verkürzte erneut. Beim folgenden Gästeangriff wurde Lauterstein dann stark dezimiert. Zuerst bekam Lucas Lenz eine Zeitstrafe, 17 Sekunden später folgte ihm Tim Lackinger. Den Siebenmeter verwandelten die Gäste zum 12:10. In doppelter Unterzahl zog die SGL das Spiel in die Breite und Jonas Villforth traf von Linksaußen zum Anschluss. Nach dem 11:14 (23.) wollte Trainer Timo Funk in einer Auszeit neue Impulse setzen. Er legte den Fokus auf die Defensivarbeit, und seine Mannschaft ließ bis zur Halbzeit nur noch einen Gegentreffer zu. Zwei Rückraumwürfe von Steffen Nägele und eine Einzelleistung von Jochen Nägele bescherte Lauterstein den 14:14-Pausenstand.

Lucas Lenz musste krankheitsbedingt in der Kabine bleiben, seine Teamkollegen kämpften sogar noch mehr für den Heimsieg. Funk hatte  in der Pause gefordert, vermehrt den Mittelblock der Gäste anzugreifen und den Ball im Anschluss schnell durch die eigenen Reihen zu spielen. Die Taktik ging voll auf. Tim Lackingers Treffer von Linksaußen  zum 15:14 war die erste Führung der Gastgeber. Fabian Lackinger erhöhte und zog zudem noch eine Zeitstrafe gegen Wolfschlugen. Eine Minute später musste der nächste Gästespieler runter, Jochen Nägele verwandelte den Siebenmeter zum 17:14. Lauterstein verteidigte phasenweise richtig gut, doch der TSV  blieb dran. Bis zum 28:24 pendelte der Vorsprung stets zwischen zwei und vier Toren.

Eine offensive Deckung gegen Jochen Nägele brachte den Lautersteiner Angriff ins Stocken und Wolfschlugen verkürzte durch zwei Treffer in Folge. Timo Funk nahm seine zweite Auszeit und beruhigte die Gemüter. Nach einem langen Angriff baute erneut Jochen Nägele den Vorsprung wieder auf drei Tore aus. Zwei Siebenmeter und ein verworfener freier Ball der SGL hielten Wolfschlugen aber im Rennen. Die offensive Manndeckung der Gäste brachte nochmals etwas Hektik in die Partie. Funk reagierte mit seiner dritten Auszeit 51 Sekunden vor Schluss. Sein Team vergab zwar den folgenden Angriff, arbeitete in der Defensive jedoch herausragend und Steffen Nägele machte mit einem Gegenstoß zum 31:28 alles klar.

„Wir haben heute eine starke Leistung gezeigt und waren von allen Positionen gefährlich. Jeder hat sich eingebracht, wir haben vorne wie hinten toll als Team harmoniert“, lobte Funk.

SGL: M. Nagel, Bertele; F. Lackinger (1), Schmid (2), T. Lackinger (4), Clement, K. Nagel, Lenz (2), Villforth (4), S. Nägele (4), Bäuerle (2), J. Nägele (10/5), Adelhelm (1), Mühleisen (1).