Berglauf Erfolg versöhnt für Japsen nach Luft

Standesgemäß in Goldpapier gewickelt: Elke und Jürgen Keller.
Standesgemäß in Goldpapier gewickelt: Elke und Jürgen Keller. © Foto: unbekannt
Zermatt / Rolf Bayha 19.07.2018

Die Geislinger Elke und Jürgen Keller von der LG Filstal starteten im Feld der 600 Läufer auf der Ultra-Strecke über 45,8 Kilometer und 2500 Höhenmeter. Aus den insgesamt 2500 Teilnehmern an Marathon und Ultra-Marathon hatte der Veranstalter 100 Eliteläufer ausgewählt, die acht Minuten vor dem großen Feld starten durften. Zu ihrer Überraschung waren auch die Kellers unter den Auserwählten, was ihnen ein entspanntes Laufen ohne Gedränge ermöglichte.

Die Strecke führte bis Zermatt stetig leicht bergan, teils auf Asphalt und teils auf landwirtschaftlichen Wegen oder Singletrails. Am Zermatter Bahnhof hatten die Filstäler bei Durchgangszeiten von 1:40 und 1:50 Stunden bereits die Halbmarathondistanz und 600 Höhenmeter bewältigt und nahmen den steileren Anstieg Richtung Sunnegga in Angriff, ehe es über den Grünsee bis zur Riffelalp wieder leicht bergab ging. „Die immer dünner werdende Luft machte sich zweieinhalb Kilometer vor dem Ziel bemerkbar“, erinnert sich Elke Keller, „wir bekamen nicht mehr genügend Luft, an ein durchgehendes Laufen war nicht mehr zu denken“. Ehemann Jürgen konnte in diesem Bereich nur noch gehen, jeder Versuch wieder anzulaufen, endete in Wadenkrämpfen. Die Berglaufspezialistin Elke Keller dagegen genoss die steilen Passagen, kam nach 5:07 Stunden unter 109 Frauen als Fünfte ins Ziel und gewann die W 50. Jürgen hatte das Ziel zehn Minuten vor seiner Gattin erreicht und wurde als 37. unter 440 Männern Zweiter bei den M 55.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel