Frauenhandball EM-Duelle sieht Hrbkova am TV-Gerät

Derzeit ohne Einsatz: Michaela Hrbkova.
Derzeit ohne Einsatz: Michaela Hrbkova. © Foto: Thomas Madel
Göppingen / Harald Betz 05.12.2018

Michaela Hrbkova (144 Länderspiele) fiebert mächtig mit, wenn ihre tschechischen Nationalteam-Kolleginnen aktuell bei der Europameisterschaft im Frauenhandball in Frankreich auflaufen – und die 31-jährige Linkshänderin, die nach einem Bruch des Augenhöhlenbodens im verlorenen Derby gegen Metzingen im Oktober derzeit nicht spielen kann, leidet. Niederlagen gegen Rumänien und Norwegen stehen für ihr Team zu Buche, durch ihren täglichen Kontakt mit Kreisläuferin Petra Adamkova, ebenfalls für Frisch Auf und Tschechien aktiv, ist Hrbkova auch im heimischen Göppingen nah dran am Geschehen. „Gegen Norwegen sehen wir oft schlecht aus“, kommentiert die Landratsamt-Angestellte die am Fernseher miterlebte 17:31-Niederlage, „jetzt müssen wir eben gegen Deutschland gewinnen, denn keine Spielerin will nach Hause fahren.“

Heute um 18 Uhr (Eurosport) kommt es zum Nachbarschaftsduell, drei der vier Mannschaften in Gruppe D kommen weiter. Vor dem Anpfiff ist Tschechien mit null Punkten Letzter, Deutschland mit zwei Zählern und besserem Torverhältnis Vorletzter. „Ich traue meinem Team den Sieg zu“, bekennt sich Hrbkova, die schon zwei Europa- und zwei Weltmeisterschaften für ihr Land absolviert hat, zu ihren Farben.

Aktuell trainiert die Torjägerin mit einer Maske bereits wieder mit den Frisch-Auf-Handballerinnen, wäre der Gesichtsschutz im Spiel erlaubt, wäre sie in Brest am Ball. „Die zwei Monate Heilungsprozess sind am 27. Dezember vorbei, dann kann ich im ersten Ligaspiel nach der EM-Pause wieder auflaufen“, fiebert  Hrbkova ihrem Comeback im Heimspiel gegen Buxtehude entgegen. Der Blick auf die Tabelle macht auch ohne Einsätze Spaß. „Platz vier ist schon super. Die Mannschaft war ohne mich so gut, dass ich überlege, ob ich überhaupt noch mitspielen soll“, bemerkt Hrbkova mit einem Grinsen, „aber vielleicht doch, dann sind wir wieder eine mehr.“ Harald Betz

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel