Berglauf Elke Keller am Berg in einer eigenen Liga

Bayerisch Eisenstein / ROLF BAYHA 13.06.2017
Athletin von der LG Filstal kam als Deutsche Meisterin der Klasse W50 aus Bayerisch Eisenstein zurück.

Das Double ist perfekt: Nach dem Sieg bei der Berglauf-Europameisterschaft vor fünf Wochen im spanischen Sabadell verdiente sich Elke Keller von der LG Fils­tal jetzt auch den deutschen Titel ihrer Klasse auf dem Großen Arber in Bayerisch Eisenstein. Ehemann Jürgen Keller rannte in einem starken Teilnehmerfeld auf den achten Platz der M55. Die M40/45-Mannschaft vom Sparda-Team Rechberghausen mit Christian Funk, Paul Schaaf und Matthias Häderle zeigte sich mit dem sechsten Platz zufrieden.

Mit 13,8 Kilometer und 887 Meter Höhendifferenz verlangte der erste Berglauf auf den Großen Arber mit den integrierten nationalen Meisterschaften den Sportlern alles ab. 346 Finisher, darunter 243 Meisterschaftsläufer, verewigten sich nach einem Wettkampf bei Bilderbuchwetter in der Ergebnisliste. Heftige Regenfälle in der Nacht hatten eine Änderung der Streckenführung notwendig gemacht, die zum Leidwesen der Berglaufspezialisten durch eine vier Kilometer lange Flachpassage lief. Die 19-jährige Sarah Kistner (Kronberg), die als Favoritin die Konkurrenz dominierte, benötigte 1:06:17 Stunden und lag  4:27 Minuten vor Gesa Bohn (LAC Fürth). Seinen ersten Titel bei den Männern holte sich Maximilian Zeus (Weiden) in 57:56 Minuten, 14 Sekunden vor Benedikt Hoffmann (Heilbronn).

Am Start sichtlich nervös, fand Elke Keller ohne die gefürchtete Regensburger Konkurrentin Barbara Stich schnell ins Rennen und arbeitete sich kontinuierlich an die Spitze der W50 vor, die sie mit 1:19:12 Stunden, neun Minuten vor Annette Reiser von der LAZ Rhein-Sieg, überdeutlich beherrschte. Im Klassement der Frauen erreichte die Geislingerin den beachtlichen 16. Rang.

Schnellster Kreis-Vertreter war Christian Funk vom Sparda-Team in 1:14:18 Stunden als 73. und 13. M45, der seine Teamkollegen Paul Schaaf (1:20:22/19. M45), Dieter Zimmermann (1:26:55/14. M55), Peter Schirling (1:28:38/11. M60) und Matthias Häderle (1:35:55/11. M40) hinter sich ließ. rb