Fußball Dicklhuber: Das fühlt sich richtig gut an

Göppingen / Markus Munz 08.12.2018
Der SV Göppingen mischt derzeit die Oberliga auf. Einer der Erfolgsgaranten ist Torjäger Kevin Dicklhuber.

Gemeinsam mit einigen Mannschaftskameraden schaut sich Kevin Dicklhuber, Toptorjäger vom Fußball-Oberligisten SV Göppingen, am morgigen Sonntag um 14 Uhr das Spitzenspiel zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SSV Reutlingen an. Egal wie es ausgeht, eines der beiden Teams wird den Sportverein in der Tabelle überholen und auf Platz drei verdrängen.

„Klar schaut man auf die Tabelle, aber darum geht es für uns letztlich nicht“, erklärt Dicklhuber, „es ist einfach sensationell, wo wir stehen. Das fühlt sich richtig gut an.“ Nach dem 1:0 gegen Normannia Gmünd, dem siebten Sieg aus den letzten acht Spielen, war die Stimmung auf der Weihnachtsfeier entsprechend ausgelassen.

Der aktuelle Erfolg ist kein Zufallsprodukt, betont Dicklhuber: „Das haben wir uns hart erarbeitet. Wir sind defensiv schwer zu knacken und bekommen wenig Gegentore. Keine Mannschaft  spielt gerne gegen uns, weil sich jeder Gegner schwertut.“ Vorne waren die Punkte in erster Linie den Qualitäten des 29-Jährigen zu verdanken, der die guten Auftritte mit Toren veredelte. Elf Mal blieb der Sportverein seit Ende September ungeschlagen, elf Tore hat Dicklhuber in dieser Zeit erzielt. Insgesamt kommt der Linksfuß auf 14 Treffer und belegt damit Platz zwei in der Oberliga-Torschützenliste.

„Man muss alle Mitspieler loben, denn ganz alleine schieße ich auch keine Tore“, sagt Göppingens Nummer 17. Dabei fühlte er sich zunächst nicht richtig wohl, als ihn Trainer Gianni Coveli nach dem Kreuzbandriss von Domenico Botta in den Sturm stellte. Dicklhuber hat das Spiel eigentlich lieber vor sich. „Ich habe versucht, das Beste draus zu machen, und bin Woche für Woche auch im Training besser in die Rolle reingekommen.“

Wegen seiner Hochzeitsreise verpasste Dicklhuber im September drei Spiele, nach der Rückkehr wirkte er wie beflügelt. Dem Umstand, dass seine Frau aus Göppingen kommt, verdankte der Sportverein vor zweieinhalb Jahren seinen Wechsel vom FC Albstadt. Inzwischen wohnt das Paar in Ottenbach und der Vertrag beim Sportverein wurde im September um drei Jahre verlängert.

Wie man Bottas Ausfall weggesteckt habe, zeige den Zusammenhalt in der Mannschaft. Die Mischung im Team passe und im dritten Oberliga-Jahr haben viele Akteure noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. „Auch als Mannschaft haben wir uns wahnsinnig entwickelt. Wir sind jetzt soweit, dass wir auch Spiele dominieren können. Wir haben während unserer Serie auch einige dicke Brocken wie Reutlingen, Bissingen oder den Bahlinger SC geschlagen.“

Nach der Winterpause will Dicklhuber die gute Platzierung so lange wie möglich verteidigen. Die Tabelle zeigt die Ausgeglichenheit der Oberliga in dieser Saison. „Von Platz eins bis zehn ist da fast alles möglich. Ich habe im Moment auch keinen klaren Meisterschaftsfavoriten. Freiberg war bis hierher konstant, aber die Kickers müssen aufsteigen“, sagt er über seinen Ex-Verein, „ich vermute, das wird bis zum Schluss eine enge Kiste bleiben.“

So spielten sie:

Oberliga:
Mannschaft 1 : Mannschaft2

3:1

Torschützen: Spieler 1 (30.), Spieler 2 (40.), Spieler 3 (60.), Spieler 4 (70.).

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