Oberliga Dezimiertes Turnteam ohne Chance

Gärtringen / bs 11.04.2018

Abermals wenig zu erben gab es für die Oberliga-Geräteartisten des Turnteams Staufen, die in Gärtringen bei der WTG Heckengäu  gastierten. Mit 16:71 Punkten musste das Team von Coach Michael Weber eine überdeutliche Niederlage einstecken.

Aufgrund der angespannten Personalsituation hatte man damit bereits im Vorfeld gerechnet. Schlimmer wiegt dagegen die schwere Verletzung von David Niederer, der sich beim Einturnen den Finger auskugelte und  ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. „ Das war natürlich ein großer Schock für alle Beteiligten“ so Heimkampfrichter Jochen Krauß, der gemeinsam mit Martin Hummel die Staufener Farben am Kampfrichtertisch vertrat. Bitter für Niederer, der sich damit nahtlos ins ohnehin schon prall gefüllte Staufener Lazarett einreicht und für die restliche Saison ausfällt. „Allmählich gehen uns die Optionen aus“ analysiert Taktiker Bernhard Sinn die aktuelle Lage seines Teams. Nun kommt zu den vier angeschlagenen Leistungsträgern ein weiterer Totalausfall hinzu.  Bleibt nur zu hoffen, dass  der ein oder andere Athlet bis zum kommenden Wettkampf gegen den SV Bolheim am Samstag in Süßen seine Blessuren auskurieren kann.

Bereits der Durchgang am Startgerät Boden verlief für das Staufener Aufgebot suboptimal, die Gastgeber gewannen mit 16:0 Scorepunkten. Ähnlich  ging es am Seitpferd weiter, die WTG punktete fast nach Belieben.  Einzig Marius Brenner gelang es, mit hochwertigem Vortrag in die Phalanx der Gastgeber einzudringen und sich zwei Punkte gutschreiben zu lassen (12:2).

Ein völlig konträres Bild dann am Staufener Paradegerät, den Ringen. Alle vier Vertreter des Turnteams konnten ihre Duelle siegreich gestalten und dieses Gerät mit 10:0 Punkten auf der Habenseite verbuchen. Besonders Oliver Dürr bestach mit starker Ausführung und drei gewonnen Punkten.

Wenig zu bestellen gab es wiederum am Sprung, obwohl das Turnteam an diesem Gerät durchweg stark agierte. Allerdings war man der Heckengäuer Übermacht an gestreckten Kasamatsus nicht gewachsen. Roman Kneller und Bernhard Sinn konnten trotz Sprüngen am persönlichen Limit den Verlust von  vier Punkten nicht verhindern.  Markus Gebauer brillierte mit blitzsauberem Tsukahara gestreckt und gab nur zwei Zähler ab. Ihm in nichts nachstehend war Brenner mit zwei Gewinnpunkten (11:2).

Am Barren überzeugte einzig Michael Shamiyeh mit bester Ausführung und zwei Gewinnpunkten. Kneller, Leon Scharfe sowie der angeschlagene Alexander Sinn konnten gegen furios turnende Gastgeber nicht bestehen (13:2).  Letzterer musste  aufgrund seiner Rückenverletzung den Wettkampf beenden, sodass am Reck  nur noch drei einsatzfähige Turner zur Verfügung standen. Dennoch schlugen sich Dürr, Kneller und der eingesprungene Shamiyeh wacker. Stark  Kneller mit toller Kür und persönlichem Punkterekord sowie Shamiyeh mit einem selten gezeigten Abhocken in virtuoser Ausführung (Endstand 19:0/71:16). bs