American Football Defensivmann zwei Mal Deutscher Meister

Jubel: Alexander Kreß (l.) und Simon Butsch.
Jubel: Alexander Kreß (l.) und Simon Butsch. © Foto: Manfred Löffler
Birenbach / Harald Betz 07.11.2018

Alexander Kreß hat im deutschen American Football mit gerade mal 24 Jahren schon richtig Geschichte geschrieben. Vor kurzem wurde der Birenbacher, der als Defense Tackle die Verteidigungslinie der Schwäbisch Hall Unicorns maßgeblich verstärkt, mit seinen Kollegen zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister. Dass der angehende Industriekaufmann, der aktuell eine dreijährige Ausbildung absolviert, daran einen gewichtigen Anteil hatte, indem er bereits im Halbfinale beim 23:7-Sieg über Dresden einen wichtigen gegnerischen Pass abfing, zaubert dem 120-Kilogramm-Paket noch immer ein Grinsen ins Gesicht. Im Endspiel in Berlin ging es vor gut 15 000 Zuschauern gegen Frankfurt deutlich enger zu, nach dem 21:19-Erfolg war der zweite DM-Gewinn für Kreß unter Dach und Fach.

Vor seinem Wechsel nach Schwäbisch Hall agierte der Birenbacher drei Jahre lang für die Albershausen Crusaders in der Regionalliga und beendete sein dortiges Engagement mit der Meisterschaft. Bei den Kreuzrittern hatte das ehemalige Mitglied der baden-württembergischen Jugendauswahl auch den Sport mit dem Ei gelernt, nachdem ihn ein Teammitglied erst verhältnismäßig spät zum Football gelotst hatte. Nun ist man auch bei den Crusaders stolz auf die Entwicklung des ehemaligen Kollegen, den nicht nur die Albershäuser Funktionäre zu den besten deutschen Spielern auf dieser Position zählen. Kreß selbst pflegt noch einen guten Kontakt zu den ehemaligen Teamkameraden.

Für Kreß und die Haller Einhörner, die zum insgesamt vierten Mal den Titel gewannen, hat mit dem erneuten DM-Sieg eine ganz besondere Serie weiter Bestand: Seit nun schon 34 Spielen, es war die Finalniederlage 2016 gegen Rekordmeister Braunschweig, ist der amtierende Champion ungeschlagen. Aktuell ist Pause, was das Teamtraining angeht, allerdings ist individuelles Arbeiten an der Form mit Laufeinheiten und Besuchen im Fitness-Studio angesagt.

Ab Januar wird dann wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, um auch in der kommenden Saison erfolgreich zu sein. „Ich bin heimatverbunden und sehe meine Zukunft bei den Unicorns“, verrät Alexander Kreß, dem vor allem „die Mischung aus den taktischen Elementen mit einem Kontaktsport“ am Football gefällt. Deshalb gelte es auch stets, das „Playbook“ mit allen Spielzügen eifrig zu studieren. Schließlich wollen Kreß und seine Schwäbisch Haller Footballer auch im kommenden Sommer die Konkurrenz mit ihren Plänen überlisten. Harald Betz

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