Württembergliga Das Lautertal ist im Handball-Fieber

Matthias Nagel wird im Auswärtsspiel bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf im Lautersteiner Tor stehen.
Matthias Nagel wird im Auswärtsspiel bei der HSG Winzingen/Wißgoldingen/Donzdorf im Lautersteiner Tor stehen. © Foto: Cornelius Nickisch
Donzdorf / Markus Munz 08.12.2018

Es ist ein Derby, das diesen Namen wirklich verdient. Die Lautertalhalle dürfte aus allen Nähten platzen, wenn die Lokalrivalen heute einlaufen.

Auf beiden Seiten finden sich dabei einige Spieler, die auch schon das andere Trikot getragen haben. Auch HSG-Trainer Andreas Rascher kennt die Brisanz, er war einst zehn Jahre lang bei der TG Donzdorf aktiv und hat in dieser Zeit einige heiße Duelle mit dem TV Nenningen erlebt. Rascher sieht sein Team in der Außenseiter-Rolle, aber nicht ohne Chance gegen den großen Rivalen, der aus der Oberliga abgestiegen ist: „Wir gehen mit Selbstvertrauen ins Spiel rein und wollen für eine Überraschung sorgen, wenn Lauterstein es zulässt.“

Gelingt der HSG der erhoffte Coup, zieht sie nach Punkten mit der SG Lauterstein gleich, die sich gerade in einem Negativlauf befindet. Seit dem Auswärtssieg beim TSV Heiningen vor zwei Monaten hat das Team des Trainergespanns Timo und Wolfgang Funk nur noch eines der letzten sieben Spiele gewonnen. Der Zug nach ganz vorne ist abgefahren. „Wir sind durch unglückliche Niederlagen und Verletzungsprobleme aus dem Tritt gekommen. Es ist nicht einfach für unsere junge Mannschaft, wieder in die Spur zu finden“, erklärt Timo Funk, der aber bei der Niederlage gegen Schwäbisch Gmünd einen Aufwärtstrend gesehen hat. „Das wollen wir in Donzdorf fortsetzen und noch einmal alles rausholen, um das Jahr mit einem Erfolg abzuschließen. Ein Derby gewinnt die Mannschaft mit dem größeren Willen.“ Große Hoffnungen setzt man bei der SG Lauterstein in die Rückkehr von Torhüter Matthias Nagel, während auf Seiten der HSG Wi/Wi/Do Trainer Rascher auf seine am Kreuzband verletzte Nummer eins Marius Wirtl langfristig verzichten muss.

Die Gastgeber, in der Vorsaison erst am letzten Spieltag vor dem Abstieg gerettet, sind mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Wir sind im Soll, allerdings haben wir gegen die Top-Teams meist sehr deutlich verloren“, erklärt Rascher, „gegen das Lautersteiner Tempospiel brauchen wir deshalb eine kompakte und aggressive Abwehr, dann sehe ich eine Chance für uns.“ Timo Funk geht mit gemischten Gefühlen in das Duell: „Der Druck nach oben ist bei uns weg, jetzt wollen wir Spiel für Spiel unser Bestes tun, um wieder nach vorne zu kommen. Das Spiel wird auf alle Fälle eine heiße Geschichte.“ Markus Munz

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