Die Volleyball-Saison 2020/21 ist seit einer Woche Geschichte. Zwar ist für den Frühsommer für die Aktiven und den Nachwuchs von der U 14 bis zur U 20 eine Quattro-Beach-Liga geplant, also eine Run­de auf Sand. Bis zum  Start im Juni ist es aber noch eine Weile hin. Wie die Zeit überbrücken? Der Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW) stellt es seinen Vereinen frei, im Falle von Lockerungen Freundschaftsspiele auszutragen, jedoch „außerhalb der Zuständigkeit und Verantwortung der Verbände“.

Wenig Chancen auf schnelle Rückkehr in die Hallen

Nein, bislang gebe es noch keine Pläne, man werde sich dieser Tage beratschlagen, sagt Silke Pusch von der SG Volley Alb („Mit dem Saisonabbruch hatte ich schon lange gerechnet“). Dass auf absehbare Zeit wieder Spiele in der Halle stattfinden, hält sie für hypothetisch, „vor April sehe ich da keine Chance“.
Selbst bei der Freiluft-Serie auf Sand ist sie skeptisch, „auch da hängt alles davon ab, wie sich die Inzidenzahlen entwickeln, das Virus verschwindet ja nicht einfach wieder“. Grundsätzlich sei man aber der Sache gegenüber aufgeschlossen, um die eigene Mannschaft bei der Stange zu halten. „Wir hatten nach dem Abstieg aus der Landesliga einen großen personellen Umbruch“, sagt sie, „der Saisonabbruch trifft uns darum beim Neuaufbau besonders hart, wir waren ja sozusagen noch in der Findungsphase. Die große Frage ist für uns: Wer bleibt überhaupt dabei?“

Jugendbereich besonders stark betroffen

Diese Sorge treibt auch die TG Geislingen um, die in der B-Klasse ein Herrenteam am Start hat. Vor allem den Jugendbereich treffe es hart, sagt TG-Chef und Abteilungsleiter Stephan Schweizer. „Volleyball stellt hohe Anforderungen an Körperkoordination und Kondition. Ohne regelmäßiges Training verpufft die ganze Schulung.“ Dennoch sieht Schweizer, der als Bezirksvorsitzender auch dem Verbandspräsidium angehört, den Saisonabbruch als alternativlos. „Die Runde geht bis März, selbst wenn man eine Einfachrunde gespielt und die Saison um ein, zwei Monate rausgezogen hätte, hätte es bei einer notwendigen Vorbereitug von drei, vier Wochen nicht mehr genug Spieltage gegeben. Nach vier Monaten Zwangspause fangen die Spieler im Prinzip wieder mit den Basics an.“ Deshalb sei nun die Beach-Runde ein wichtiges Zeichen des Verbandes, um zu zeigen, es geht weiter.