Handball-Landesliga Bollwerk zeigt kaum Risse

Mit einem No-look-Pass überrascht der agile TVA-Spielmacher  Simon Knosp die Kirchheimer Abwehr.
Mit einem No-look-Pass überrascht der agile TVA-Spielmacher Simon Knosp die Kirchheimer Abwehr. © Foto: Thomas Madel
Geislingen / Von Frank Schäffner 04.12.2018

Von Beginn an sahen die über 400 Zuschauer eine konzentriert agierende Heimmannschaft. Die Abwehr war perfekt abgestimmt und Torhüter Ionut Torica auf dem Posten, egal ob die Würfe aus dem Rückraum oder von den Außenpositionen kamen.

Als Robin Habermeier per Strafwurf das erste Tor für den VfL Kirchheim erzielte, lief schon die zehnte Spielminute. Auch nach vorne klappte beim TVA eine Menge. Oliver Köppel traf mit Hüftwurf, Maximilian Pilz von Rechtsaußen und Piotr Bielec per Gegenstoß. Mit einem Aufsetzer per Schlagwurf erhöhte er auf 4:0. Im Verlauf des Spiels zeigte der Pole sein ganzes Wurf­repertoire.

Plötzlich kam ein Bruch ins Angriffsspiel. Bälle wurden verloren, flogen übers Tor oder erreichten nicht den Passempfänger. Der Kirchheimer Martin Rudolph nutzte das per Gegenstoß und setzte sich gleich noch einmal in der Mitte zum 4:3 durch.Viel gelang den VfL-Angreifern aber nicht bis zur Pause, da die Würfe zu harmlos waren oder die Schützen von der Altenstädter Defensive am Wurf gehindert wurden. Da Torica auch noch einen Siebenmeter abwehrte, standen für die Gäste in Hälfte eins nur sieben Tore auf der Anzeigetafel. Aber auch auf Altenstädter Seite kam nicht viel mehr Zählbares zustande, was allerdings weniger an der Kirchheimer Abwehr lag. Würfe landeten neben das Tor und am Gebälk, Abwürfe nach gewonnenen Bällen waren zu weit und zwangen die Schützen zu artistischen Würfen.

Nach dem 9:7-Halbzeitstand ging es nach Wiederbeginn Schlag auf Schlag. Der flinke Simon Knosp in der Mitte legte vor und dann ließ Bielec der Gästeabwehr und dem Torhüter keine Chance. Zu Bielecs drei Rückraumtreffern kam noch Axel Botteks Lauf durch die Abwehr, schon nach sechs Minuten in der zweiten Hälfte war beim 14:7 die Frage nach dem späteren Sieger beantwortet. Der TVA baute den Vorsprung noch weiter aus. Wiederholt war Knosp mit seinen Körpertäuschungen zu schnell für den Gegner und schoss ein.  Altenstadt nutzte Ballgewinne zu Schnellangriffen, die trotz nicht hundertprozentiger Verwertung zum 19:9-Vorsprung beitrugen, da Kirchheim zu harmlos im Abschluss war oder erst gar nicht zum Werfen kam.

In einer Auszeit stellte VfL-Trainer Engelbert Eisenbeil sein Team auf die letzte Viertelstunde ein und versuchte mit enger Deckung gegen Bielec und Köppel, dem Spiel eine Wende zu geben. Nur kurz brachte das die Altenstädter aus dem Tritt. Der Abstand betrug aber nie weniger als acht Tore. Martin Heer ging für Torica ins Tor und war in der letzten Viertelstunde ein sicherer Rückhalt. Außer Würfen aus dem Rückraum wehrte er noch einen Strafwurf ab. Die Abwehr stand weiter sicher und der Mittelblock mit Micha Bottek und den Veil-Brüdern stellte für Kirchheim meist ein unüberwindbares Hindernis dar. Durch die enge Deckung gegen zwei Altenstädter Rückraumakteure gab es Platz für Spielzüge, die über die Kreisläufer Robin oder Moritz Veil zum Ziel führten.

Weitere Treffer über Linksaußen Marco Härringer oder die Rückraumspieler Girgin, Köppel und Gallo, die durch die großen Lücken liefen, trieben den Abstand bis auf 26:15. Im Gefühl des sicheren Sieges gerieten einige Aktionen zu riskant und führten zu Ballverlusten, die Kirchheim zu drei schnellen Treffern nutzte. Die änderten nichts am klaren Heimsieg, mit dem der TVA die Tabellenführung festigte.

TV Altenstadt: Torica, Heer;   Härringer (2), Pilz (1), Gallo (1), Knosp (4), Köppel (2), Girgin (3/1), Moritz Veil (3), Robin Veil (1), Bausch (1), Micha Bottek, Axel Bottek (1), Bielec (7).

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