Leichtathletik Auf Goldkurs bis zum letzten Wechsel

Mara Mauser läuft als Sechste über 80 Meter Hürden Bestleistung. Die entschädigt nicht für das entgangene Staffel-Gold.
Mara Mauser läuft als Sechste über 80 Meter Hürden Bestleistung. Die entschädigt nicht für das entgangene Staffel-Gold. © Foto: Ralf Görlitz
Walldorf / Uli Bopp 07.08.2018
Staffel der LG Filstal wird bei Süddeutscher Meisterschaft in Führung liegend disqualifiziert. Mia Herrmann holt Silber.

Bei den Süddeutschen Meisterschaften in Walldorf hatte das U 16-Quartett der LG Filstal Pech, als es in Führung liegend beim dritten Wechsel patzte und disqualifiziert wurde. Somit war die schnellste Staffel, die in der Besetzung Clairline Liebl, Mia Herrmann, Amelie Frech und Mara Mauser in diesem Jahr schon 48,56 Sekunden gelaufen war, aus dem Rennen und die MTG Mannheim holte sich in 49,27 den Titel. In Wattenscheid bei den Deutschen Meisterschaften haben die vier Filstälerinnen in 14 Tagen erneut die Chance, ihr Können zu zeigen.

Mia Herrmann (W 15) bot über 100 Meter eine Klasseleistung. Sie sprintete im Zwischenlauf als Siegerin 12,23 Sekunden, was für sie eine neue persönliche Bestleistung und Verbesserung ihres Kreisrekords (12,36) bedeutete. Im Endlauf musste sie nur Melanie Steibl von der LG Filder den Vortritt lassen, die sich in 12,23 den Titel sicherte. Herrmann blieb in 12,30 Sekunden knapp dahinter, verbesserte den Kreisrekord nochmals und holte sich die Silbermedaille, eine Hundertstelsekunde vor der Tübingerin Kaya Jauch. Im Weitsprung gelang Herrmann gleich im ersten Versuch ein weiter Satz. Mit 5,45 Meter egalisierte sie ihre Bestleistung, und verfehlte als Vierte im Endklassement die Bronzemedaille um acht Zentimeter.

Nicht alle halten ihre Form

Die gleichaltrige Mara Mauser sprang im Weitsprung mit 5,25 Meter auf Rang acht. Noch besser lief es für sie im 80-Meter-Hürdensprint. Sie überstand die Vorläufe, stellte im Zwischenlauf mit 11,92 Sekunden ihre Bestleistung ein und belegte im Endlauf mit 12,04 einen guten sechsten Platz.

Im Stabhochsprung schwang sich Clairline Liebl (W 15) über 2,80 Meter und stellte damit ihre persönliche Rekordmarke ein. Im Endergebnis bedeutete diese Höhe Platz sechs. Dea Gashi stieß die Kugel als Fünftplatzierte diesmal auf eine Weite von 12,54 Meter, verfehlte damit Bronze um nur neun und Silber um 17 Zentimeter. Die Bollerin knüpfte nicht ganz an die Form von vor einigen Wochen an, als sie schon 13,37 Meter stieß. Die hätten in Walldorf zum Titel gereicht.

Auch für Hannah Geiger (W 15) von der LG Lauter lief es im Speerwerfen längst nicht optimal. Sie zeigte ordentliche Würfe, kam auf 35,94 Meter und wurde Fünfte. Angesichts ihres schon in diesem Jahr gezeigten Potenzials (38,40 Meter) hätten viele Mitstreiter der Donzdorferin auch schon mal einen Podestplatz gewünscht.

In der Altersklasse W 14 ging es Carla Kussmaul von der LG Fils­tal ganz ähnlich. Vor Wochen hatte sie noch überragende 1,68m im Hochsprung geschafft, sie schaffte es aber nicht, diese tolle Form zu konservieren. Zudem hatte sie auch noch Pech. Sie übersprang wie weitere sieben Springerinnen die Höhe von 1,56 Meter und kam wegen der Fehlversuchsregel auf Rang sechs. Mit drei Fehlversuchen weniger wäre Bronze möglich gewesen. Über 80 Meter Hürden war für Kußmaul nach ordentlichen 12,93 Sekunden früh Endstation. Die Bollerin hätte schon ihre Bestzeit von 12,56 unterbieten müssen, um in den Endlauf zu kommen. Diskuswerferin Elena Grünenwald (W14) platzierte sich mit 24,46 Metern auf Rang zwölf.

Beim Stabhochsprung der Männer U 23 war Fabian Brummer gemeinsam mit Niklas Meier von der LG Filder zwar Bester des Jahrgangs 2000, doch war er mit seinem Sprungergebnis von 4,40 Meter und Platz fünf nicht zufrieden. Der zwei Jahre ältere Julian Otchere von der MTG Mannheim holte sich mit 5,20 Meter unangefochten den Sieg vor seinem Teamkollegen Kai Winne, dem 4,70 Meter zur Silbermedaille reichten.

Den schwierigsten Part aller Teilnehmer aus dem Kreis hatte bei den hohen Temperaturen Ausdauersportler Jannik Windelband. Über 3000 Meter kam der M 15-Läufer von der TSG Eislingen nach 10:57,26 Minuten  als Achter ins Ziel.

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