Berglauf Auf dem Brocken die Schnellste

Elke Keller läuft zum nächsten Titel.
Elke Keller läuft zum nächsten Titel. © Foto: Rolf Bayha
Ilsenburg / Rolf Bayha 03.09.2018

Fünf Vertreter der Kreisvereine hatten sich in Ilsenburg in Sachsen-Anhalt neben 340 Konkurrenten unter dem Startbogen eingefunden, um bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften den 1141 Meter hohen Brocken auf einer 11,7 Kilometer langen Route in Angriff zu nehmen. Dessen Gipfel wird bereits seit 1927 von den Bergläufern erstürmt. 25 Minuten vor dem mit fast 1000 Teilnehmern besetzten Traditionslauf wurde das Meisterschaftsfeld auf die Strecke geschickt.

W 50-Titelverteidigerin Elke Keller, mit Ehemann Jürgen an der Startlinie, hatte den obersten Podestplatz im Visier und vertraute auf ihre Routine, die sie als Berglaufspezialistin und Trail-Läuferin in zig Rennen entwickelt hat. „Wir wussten nicht, was uns erwartet“, sagte die Geislingerin, „aber technisch anspruchsvolle Strecken sind ja das, was wir mögen“.

Ein völlig anderes Gefühl beschrieb Markus Weiß-Latzko, Top-Läufer vom Sparda-Team Rechberghausen. Als Straßenläufer mit vielfacher Marathonerfahrung stand er erstmals bei einem Bergrennen an der Startlinie. „Bergläufe habe ich immer aufgeschoben“, gab er offen zu, „da ich nun seit Juli wieder trainiere, wollte ich mich gleich mit dem Team zeigen und das Spaß gemacht“, freute er sich über seinen 35. Platz im Klassement und 20. im Feld der Männer (59:29 Minuten). „Ich bin von Anfang an mit überschaubarer Anstrengung völlig schmerzfrei gelaufen“, bilanziert er sein Berg-Debüt.

1:11:22 Stunden benötigte Elke Keller bis zum Streckenende auf dem Brockengipfel und ließ ihren Verfolgerinnen Anke Härtl (1:16:01) und Henriette Thorhauer (1:23:32), beide vom GutsMuths-Rennsteiglaufverein, nicht den Hauch einer Chance. Mit dem 19. Rang unter 107 Frauen unterstrich die W 50-Berglauf-Europameisterin einmal mehr ihre Klasse. Ehemann Jürgen erreichte in 1:09:32 Minuten die Ziellinie und zeigte sich als Sechster der stark besetzten Kategorie M 55 hochzufrieden. Paul Schaaf (M 45) und Peter Schirling (M 65) vom Sparda-Team Rechberghausen liefen in 1:07:15 und 1:19:36 Stunden auf die Plätze 14 und 10 ihrer Klassen.

Die Gesamtsiege und neue Streckenrekorde feierten Maximilian Zeus (Regensburg) in 51:11 Minuten und Lisa Oed (Hanau) in 58:28 Minuten.    

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