Tabea Wahl und Mia Benirschke gingen bei den Kuchen Mammuts durch die harte Schule. Zweieinhalb Jahre trainierten und spielten sie mit Jungs, mit der Volljährigkeit müssen sie zwingend in ein Frauenteam wechseln. Sie sind dem Regelwerk dankbar. Jungs können auf die Physis der Mädels wenig Rücksicht nehmen, „und irgendwann tut es halt doch etwas mehr weh“, erklärt Benirschke.

Wahl wollte keinen Leistungsdruck mehr

Sie musste ihre Freundin erst zum Wechsel nach Stuttgart überreden. Wahl hatte vor ihrer Footballkarriere bei Frisch Auf in der Jugend Handball gespielt, ehe ihr dort der Leistungsdruck zu groß geworden war. Football-Bundesliga, das roch doch schon wieder nach viel Druck und Stress. Mia zuliebe kam sie mit und bereute es nicht.

Im Football gibt es für alle Verwendung

Wahl, schätzt an ihrer neuen Sportart deren Vielseitigkeit. Es können alle mitmachen, für jeden gibt es eine Verwendung: „Kleine und Große, Dicke und Dünne.“ Für Benirschke sind die Vorzüge des Footballs profaner: „Das Schönste ist, Leuten eine reinzuhauen.“ Wenn sie ein paar Tage nicht trainiert hat, merkt sie bereits „einen gestiegenen Aggressionsspiegel“. Zudem schätzt sie den Teamgeist in ihrem Sport. Im Handball ist mit einer Einzelleistung noch was auszurichten, im Football dagegen „hängt alles mit allem zusammen, das verbindet“.

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Von Quarterbacks und Runningbacks


Tabea Wahl spielt die prestigeträchtigste Postion im Football. Der Quarterback ist der Spielgestalter und damit der Kopf der Offense. Er muss den nächsten Spielzug, der vom Trainer angegeben wurde, seinem Team vermitteln und ihn dann umsetzen. Vor und während der Ausführung muss ein guter Quarterback in der Lage sein, den geplanten Spielzug an die Gegebenheiten und die Reaktionen der gegnerischen Defense anzupassen.

Mia Benirschke spielt Runningback. Im Gegensatz zum Quarterback, der hauptsächlich versucht, mit Pässen seine Mannschaft nach vorne zu treiben, nimmt der Runningback den Ball in die Hand und versucht sich einen Weg durch die gegnerische Defense zu bahnen. Nachdem er den Ball vom Quarterback erhalten hat, muss der Runningback zunächst versuchen, an der Defensive Line des Gegners vorbeizukommen. Dabei helfen ihm Mitspieler, die ihm den Weg freiblocken. Danach muss der Runningback den Linebackern und Safeties ausweichen. Gelingt ihm das, schafft er es ins offene Feld und läuft in die Endzone, um einen Touchdown zu erzielen.