Der 48-Jährige fühlt sich gut vor dem Kampf. Er ist in der letzten Sparringswoche und hat sein Gewicht im Griff. „Das Wichtigste ist, dass ich verletzungs- und erkältungsfrei bin, da muss ich höllisch aufpassen. Wir hatten hier im Team eine Erkältungswelle und auch die Kinder bringen mal was von der Kita mit“, sagt er im Interview mit der NWZ, das am morgigen Samstag erscheint – eine Woche vor dem Boxfight.

Arslan wird schon zum sechsten Mal in der Göppinger EWS-Arena boxen. Er liebt die „Wahnsinns-Atmosphäre“ dort, „die es sonst nirgends gibt.“ Würde er beim Einmarsch aufschauen, würde er wohl jeden zweiten Zuschauer erkennen – so vertraut ist er mit den Fans. Zwar räumt er ein, dass dies auch viel Druck erzeugt, aber damit könne er nach 30 Jahren umgehen.

Momentan gilt seine Konzentration dem Kampf gegen Seferi am kommenden Samstag. Es wird sein 55. Profikampf. Sein Ziel ist es, im nächsten Jahr mit 49 ältester Box-Weltmeister zu werden. „Doch das ist Zukunftsmusik und meine Frau hört das nicht gern. Aber das sind die Träume, die mich immer angetrieben haben“, sagt Arslan.

Wer mehr wissen möchte: Am morgigen Samstag (10. November) erscheint ein großes Interview mit dem Boxer in der NWZ. Firat Arslan spricht über seine Möglichkeiten im Cruisergewicht (bis 90,7 kg), über seine Pläne und über das deutsch-türkische Verhältnis, das ihm sehr am Herzen liegt.

Zur Person: Firat Arslan


Profiboxer Firat Arslan ist seit September 48 Jahre alt und hat mit Ehefrau Dilek viel Freude an den demnächst zwei Jahre alten Zwillingstöchtern. Arslan wurde am 24. November 2007 in Dresden mit einem Punktsieg über Virgil Hill WBA-Weltmeister im Cruisergewicht und besaß diesen Gürtel bis September 2008. Seit Juni 2018 ist der Donzdorfer, der von 54 Kämpfen 44 gewann (29 durch K.o.) und bei zwei Unentschieden acht verlor,  Weltmeister des in der Box-Welt eher unbedeutenden Verbandes GBU.