Die Vorrunde neigt sich dem Ende zu. Und die lief für die Badminton-­Teams der TSF Gschwend nicht unbedingt nach Wunsch. Vielmehr scheinen sich die wenig optimistischen Erwartungen von Abteilungsleiter Hermann Mantel zu bewahrheiten. Besonders die TSF Gschwend I kommen als Absteiger aus der Württembergliga in der Verbandsliga nicht in Schwung. Hauptursache: Die TSF können derzeit nicht ihre stärkste Formation aufbieten.

Herr Mantel, am letzten Spieltag muss Ihr Verbandsliga-Team zum Führungsduo Neuhausen I und Neuhausen II. Das scheint von der Papierform her doch eine eher aussichtslose Sache.

Hermann Mantel: Das kann ich nur bestätigen, zumal unsere Erste wieder einmal nicht in Bestbesetzung antreten kann. Zwei Stammspieler werden leider fehlen.

Am zurückliegenden Spieltag kam Gschwend gegen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, Ludwigsburg und TuS Stuttgart, nur zu einem mageren Punkt. Woran liegt es, dass es nicht läuft?

Schon vom ersten Spieltag an fehlt verletzungsbedingt ein Stammspieler der Mannschaft. Ich hoffe, dass er in der Rückrunde wieder so weit fit ist, dass er eingesetzt werden kann.

Vor der Saison sprachen Sie davon, dass die Vorrunde aus personellen Gründen schwierig werden würde. Ihre Erwartung scheint sich zu bewahrheiten . . .

. . . leider hat sich meine Befürchtung vom September bewahrheitet – es wäre mir lieber gewesen, ich hätte nicht recht gehabt.

Im September sagten Sie auch, dass die nötigen Punkte für den Klassenerhalt in der Rückrunde geholt werden, weil dann die personellen Sorgen überwunden wären.

Ich hoffe aber auch, dass meine zweite Aussage von damals zutrifft – nämlich dass sich für die Rückrunde die angespannte Personalsituation bessert.

Kommen wir zur zweiten Mannschaft von Gschwend, die als Aufsteiger noch ohne Sieg auf dem letzten Platz der Landesliga steht. Wie soll es da weitergehen?

Die Personalsorgen der ersten Mannschaft ziehen sich durch alle Teams durch: Fehlt es in der Ersten, muss die Zweite die Leute zur Verfügung stellen, fehlt es in der Zweiten, muss die Dritte . . .

Frühzeitig aufgeben ist Ihnen und Ihren Spielern doch fremd.

Wir werden alles geben, um den Klassenerhalt mit allen drei Mannschaften zu schaffen. Ob dies gelingt, wird vor allem die Rückrunde zeigen. Am heutigen Spieltag ist leider noch nicht mit Besserung zu rechnen, da schon wieder zusätzliche krankheitsbedingte Spielerausfälle zu verzeichnen sind.

Zum heutigen Spiel: Gegensätzlicher könnte ein Spieltag nicht sein. Zuerst geht es zum ebenfalls noch sieglosen VfL Kirchheim und dann zur noch ungeschlagenen SG Aalen/Heubach. Was erwarten Sie?

Ehrlich gesagt – nicht allzu viel. Vor allem gegen die SG Aalen/Heubach scheint es fast unmöglich zu sein zu punkten. Dennoch sollte man die zweite Mannschaft nicht unterschätzen. Gegen den VfL Kirchheim traue ich der Mannschaft durchaus ein Unentschieden, wenn nicht sogar einen Sieg zu. Zu wünschen wäre es der Mannschaft.

Wohl auch im Hinblick auf die Rückrunde?

Ein Sieg würde mit Sicherheit auch wieder Hoffnung für die
Rückrunde machen.

Der Aufsteiger Gschwend III scheint sich in der Bezirksliga etablieren zu können. Ist dies auch Ihr Eindruck?

Ich hoffe, dass der Trend anhält. Allerdings kommen heute mit den beiden Teams der SG Aalen/Heubach zwei schwere Aufgaben auf das ebenfalls ersatzgeschwächte Team zu.

Was erwarten Sie von den Spielen am heutigen Samstag für Ihre vier Teams?

Die erste Mannschaft wird es in Neuhausen sehr schwer haben zu punkten. Bei der zweiten und dritten Mannschaft könnte jeweils ein Sieg drin sein. Bei der vierten Mannschaft müssten von der Papierform her zwei Siege möglich sein. Allerdings schlägt auch hier wieder die schwierige Personallage voll durch.

Sie hatten sich mehr erhofft?

Erhofft haben wir uns überall mehr. Ich denke, die angespannte Personalsituation muss ich nicht mehr erwähnen . . .

Und wie verläuft die Entwicklung der Spieler?

Wenn man die Entwicklung der jungen Spieler und Spielerinnen betrachtet – allen voran Josua Nunn, Carolin Dreier, Rebecca Dreier und Michelle Albrecht – dann macht das für die Zukunft doch Hoffnung.