Der Jugend-Eurocup feiert Geburtstag. Wenn am 12. und 13. Januar neben Titelverteidiger VfB Stuttgart andere nationale und internationale U-17-Fußballteams in der Gaildorfer Sporthalle auflaufen werden, jährt sich das Turnier zum 30. Mal.

Diese Woche ist der Vorverkauf für Eintrittskarten gestartet. Tickets gibt es bei Sport Roth in Gaildorf, im Schuhhaus Berroth in Sulzbach-Laufen bei der VR-Bank Schwäbisch Hall sowie online unter www.jugend-eurocup.de. Auf Anfrage bietet der Verein zur Förderung der Fußballjugend des TSV Gaildorf als Veranstalter auch attraktive Pakete für Gruppen und Vereine an. Das gilt besonders für Jugendmannschaften aus der Region.

Teilnehmen werden am 30. Jugend-­Eurocup neben Gastgeber TSV Gaildorf der VfB Stuttgart, FC Bayern München, 1. FC Köln, Karlsruher SC, Hertha BSC, Fortuna Düsseldorf und aus dem europäischen Ausland der FC Thun aus der Schweiz, der FC Royal Antwerpen aus Belgien, SK Sturm Graz aus Österreich, GNK Dinamo Zagreb aus Kroatien und FC Dukla Prag aus der Tschechischen Republik.

Hinter den vielen ehrenamtlichen Helfern des Vereins zur Förderung der Fußballjugend des TSV Gaildorf liegen bereits etliche Stunden Arbeit. Unsere Zeitung hat bei Thorsten Bichler nachgefragt, wie derzeit der Stand der Dinge ist. Innerhalb des Organisationsteams verantwortet Bichler die Vorstandsposition für Sport und Marketing.

Das Teilnehmerfeld für den 30. Jugend-­Eurocup steht. Wie sieht dieses aus und auf welche neuen Mannschaften dürfen sich die Zuschauer im Januar 2019 freuen?

Thorsten Bichler: Die ersten sechs Mannschaften der Abschlusstabelle 2018, der VfB Stuttgart als Titelverteidiger, Hertha BSC Berlin, unsere Freunde aus Zagreb von GNK Dinamo, der FC Bayern München, der FC Royal Antwerpen aus Belgien und der 1. FC Köln waren ja aufgrund der Regularien bereits gesetzt und gaben ihre Zusage direkt nach Beendigung des Turniers, teilweise noch vor Ort in der Gaildorfer Sporthalle. Zusätzlich steht mit dem TSV Gaildorf der Ausrichter ja ebenso Jahr für Jahr fest.

Besonders gefreut hat uns das positive Abschneiden des FC Royal Antwerpen. Die Junioren aus Belgien waren erstmalig in Gaildorf am Start und haben sich, so denken wir, sehr gut verkauft. Zurückkehren werden zum Jubiläumsturnier 2019 zwei ehemalige Turniersieger. Zum einen der Karlsruher SC, der den Jugend-­Eurocup 1999 gewinnen konnte und zum anderen mit dem SK Sturm Graz aus Österreich der Turniersieger aus dem Jahr 2001.

Zusätzlich werden der FK Dukla Prag aus Tschechien die Reise ins Limpurger Land antreten und erstmalig Fortuna Düsseldorf. Bei den Rheinländern steht mit Nachwuchsleiter Frank Schaefer nicht nur ein ehemaliger Bundesliga-­Trainer, sondern auch ein alter Bekannter des Jugend-Eurocups mit an der Seitenlinie. Frank war bereits mit Bayer 04 Leverkusen und auch mit dem 1. FC Köln zu Gast in Gaildorf und kennt das Turnier daher wie seine Westentasche.

Wie bereits erwähnt, findet 2019 der 30. Jugend-Eurocup statt. Eine beachtliche Zahl an Turnieren, denkt man da auch einmal übers Aufhören nach?

30 Jahre sind natürlich eine beachtliche Zahl und Jahr für Jahr verlassen uns leider Freunde, die mit uns gemeinsam von Beginn an das Turnier begleitet haben. Ich denke da an Reinhold Haring, Karl Malich und andere. Das macht einen schon nachdenklich und bringt natürlich auch Schwierigkeiten bei der Organisation des Turniers mit sich, da alle ehrenamtlichen Helfer nicht jünger werden, Familie haben und auch beruflich sehr eingespannt sind.

Wir haben uns tatsächlich diesbezüglich während der Vorbereitung auf das anstehende Turnier unsere Gedanken gemacht, sind aber noch nicht zu einem endgültigen gemeinsamen Ergebnis gekommen. Wenn das Turnier vorbei ist, wird man sich sicherlich noch einmal im engeren Kreis unterhalten und besprechen, wie die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Generell wäre es natürlich schade, wenn der Jugend-Eurocup die Tore schließen sollte, da er, meiner Meinung nach, schon ein Aushängeschild für die Stadt Gaildorf und das Limpurger Land ist und viele Unterstützer, Freunde, Gönner und Fans hat. Auch in Hinblick auf das Thema Futsal.

Nachdem man die Privatturniere nun wieder, ich würde fast schon sagen, legalisiert hat und wir uns nicht mehr an die Futsal-Regeln halten oder diese in abgeänderter Form einsetzen müssen, wäre es natürlich doppelt bitter, wenn der Jugend-Eurocup nicht mehr den Auftakt in das alljährliche Sportjahr bilden würde.

Wie sehen die weiteren Schritte in Sachen Organisation für das Turnier aus?

Die Teilnehmer stehen fest, das Sponsoring ist abgeschlossen, die Drucksachen unterwegs, nun geht es an die letzten Kleinigkeiten. Parallel ist der Karten-Vorverkauf angelaufen. Wir sind, wie jedes Jahr, gespannt, wie schnell die Tickets vergriffen sind. Aufgrund der begrenzten Kapazität in der Gaildorfer Sporthalle mit maximal rund 1500 Plätzen an den Turniertagen und der Tatsache, dass das Einzugsgebiet weit über Gaildorf hinaus in alle Richtungen gelagert ist, werden sicherlich wieder viele Zuschauer vom Vorverkauf Gebrauch machen.

Wie kommt man online an Tickets?

Karten können jederzeit über unsere Homepage www.jugend-eurocup.de reserviert und gebucht werden. Diese werden dann an der Kasse hinterlegt und können dort abgeholt werden.

Sicher wird es zum Jubiläum auch etwas Besonderes während des Turniers und beim offiziellen Empfang am Samstagabend geben. Können Sie dazu schon etwas sagen?

Natürlich werden wir uns, wie jedes Jahr, sowohl für das Turnier an sich als auch für den Festabend etwas einfallen lassen, um die Zuschauer und Sponsoren entsprechend zu begeistern. Hierzu möchte ich aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mehr sagen, da wir die Spannung selbstverständlich hochhalten wollen. Ich denke jedoch, dass wir im Januar wieder ein tolles Event auf allen Ebenen abliefern werden.

Welche Mannschaft wird besonders im Fokus stehen und warum?

Schwer zu sagen, ich denke wir werden auch kommendes Jahr wieder ein sehr ausgeglichenes Feld erleben. Ich denke, dass es keinen sogenannten Turnierfavoriten gibt. Wie man in den Jahren zuvor gesehen hat, steigern sich sonntags in den Finalspielen teilweise Mannschaften, die man Samstag noch nicht auf der Rechnung hatte.

Zagreb und die deutschen Vereine, insbesondere den FC Bayern München mit Trainer Miroslav Klose, muss man immer auf der Rechnung haben. Antwerpen könnte auch 2019 für eine Überraschung gut sein und mit den beiden ehemaligen Turniersiegern Graz und Karlsruhe sollte man auch rechnen. Man sieht damit, wie schwer es ist, einen Tipp abzugeben. Wir dürfen alle gespannt sein und hoffen, dass sich viele Zuschauer vor Ort selbst ein Bild von der Qualität der Teilnehmer machen werden und dann am Ende die beste Mannschaft den Pokal unters Gaildorfer Hallendach stemmen wird.

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