Tischtennis Untergröningen erwischt einen rabenschwarzen Tag

Nina Feil (links) und Laura Henninger holten zusammen sechs der Untergröninger Punkte im Spiel gegen die Spvgg Gröningen-Satteldorf. Gegen den TSV Herrlingen war das Team einen Tag zuvor allerdings chancenlos.
Nina Feil (links) und Laura Henninger holten zusammen sechs der Untergröninger Punkte im Spiel gegen die Spvgg Gröningen-Satteldorf. Gegen den TSV Herrlingen war das Team einen Tag zuvor allerdings chancenlos. © Foto: Mathias Welz
Herrlingen / Petra Henninger 10.04.2018

Am Wochenende hatten die Untergröninger Damen in der Tischtennis-Verbandsliga zwei Auswärtsspiele bei den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt zu bestreiten. Am Samstag führte die Reise zum TSV Herrlingen und am Sonntag stand die Partie bei der Spvgg Gröningen-Satteldorf auf dem Programm.

Bei den Herrlingerinnen, die nach diesem Wochenende neben dem SC Berg als Absteiger feststehen, brachten die Spielerinnen des TSV Untergröningen keinen Ball auf den Tisch und erfuhren eine schmerzhafte 1:8-Abfuhr. In den Eingangsdoppeln verloren Clara Nieto und Miriam Kuhnle klar mit 0:3 gegen Corinna Pawlitschko und Edith Karl, während Nina Feil und Laura Henninger gegen Maike Lenz und Patrizia Ott im fünften Satz ihren Gegnerinnen zum Sieg gratulieren mussten. Zum Auftakt der Einzel setzte es dann nochmals eine 2:3-Niederlage von Laura Henninger gegen Maike Lenz. Am anderen Tisch ging das Spiel von Nina Feil gegen Edith Karl im Entscheidungssatz in die Verlängerung – diesmal mit 16:14 und damit dem besseren Ende für die Kochertälerin und insgesamt zum 1:3-Anschlusstreffer.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt: Das hintere Paarkreuz mit Clara Nieto und Miriam Kuhnle verlor jeweils mit 1:3 gegen Patrizia Ott und Corinna Pawlitschko zum Spielstand von 1:5. Eine 0:3-Niederlage von Nina Feil gegen Maike Lenz und die anschließenden 1:3-Niederlagen von Laura Henninger gegen Edith Karl und Clara Nieto gegen Corinna Pawlitschko beendeten nach zwei Stunden das Spiel mit einer 1:8-Klatsche.

Einmal geschlafen und dann ging es am Sonntagmorgen zum Auswärtsspiel nach Satteldorf – mit denkbar ungünstigen Vorzeichen: Die Pleite vom Vortag im Kopf, den Gegner Satteldorf, welchem man in der Vorrunde an heimischen Platten noch klar mit 4:8 unterlegen war, vor sich und nebenbei grüßte auch noch das Abstiegsgespenst. Die Begegnung startete mit einer 0:3-Niederlage von Clara Nieto und Miriam Kuhnle gegen die Satteldorfer Kombination mit Nadine Greller und Lisa-Marie Schüler. In der anderen Box gewannen Nina Feil und Laura Henninger Satz 1, gaben die Sätze 2 und 3 ab, konnten sich im vierten Satz in der Verlängerung durchsetzen, ehe dann der Entscheidungssatz klar an die Kochertälerinnen ging.

Strategiewechsel zahlt sich aus

Laura Henninger erhielt in ihrem Spiel gegen Simone Nagel in Satz 1 (2:11) eine Lehrstunde, ehe sie mutiger und druckvoller agierte und 3:1 gewann. Am Nebentisch spielte Nina Feil gegen Nadine Grellert und konnte das Duell relativ sicher mit 3:0 für sich entscheiden. Der TSV lag so 3:1 in Führung. Miriam Kuhnle fehlte anschließend nach gewonnenem ersten Satz gegen Lisa-Marie Schüler der notwendige Punch. So musste sich der TSV-Youngster seiner Gegnerin mit 1:3 geschlagen geben. Clara Nieto fehlte in ihrem Spiel gegen Antje Kouril die Ruhe in den langen Ballwechseln. Sie musste nach dem verlorenen Entscheidungssatz eine 2:3-Niederlage verkraften.

Gut gepunktet

Dann war wieder das an diesem Tag starke vordere Paarkreuz im Einsatz und holte zwei Punkte zur 5:3-Führung für den TSV. Dabei bezwang Nina Feil mit 3:1 Simone Nagel und Laura Henninger gelang ein 3:0-Erfolg gegen Nadine Grellert. Danach spielte Clara Nieto gegen Lisa-Marie Schüler zwei Sätze hochklassiges Tischtennis und ging mit 2:0 in Führung. Am Ende stand aber eine 2:3-Niederlage auf dem Papier. Miriam Kuhnle brachte den TSV mit einem 3:2 gegen Antje Kouril wieder mit 6:4 in Front. Danach standen die Überkreuzpartien auf dem Programm und diese begannen denkbar schlecht. Nina Feil fand zwei Sätze lang kein Mittel gegen das spin- und temporeiche Angriffsspiel von Lisa-Marie Schüler, agierte danach risikoreicher und konnte die Sätze 3 und 4 für sich entscheiden. Leider gingen die ersten, teilweise spektakulären, Ballwechsel im Entscheidungssatz an die Gegnerin. Diesen Rückstand konnte die Untergröningerin im Verlauf des Spiels nicht wettmachen. Satteldorf verkürzte auf 5:6. Clara Nieto fand danach nicht ins Spiel und unterlag gegen Simone Nagel mit 0:3. So stand es vor den abschließenden Einzeln 6:6. Miriam Kuhnle gewann gegen Nadine Grellert mit 2:0 und in der anderen Box führte Laura Henninger gegen Antje Kouril mit 2:0. Damit lag der Sieg zum Greifen nahe. Während Laura Henninger das Spiel mit einem 3:0-Erfolg beenden konnte, ging es in der anderen Box umkämpft und emotional weiter. Die Sätze 3 und 4 gingen an Satteldorf und im Entscheidungssatz konnte Miriam Kuhnle trotz einiger Netz- und Kantenbälle ihrer Gegnerin einen 6:10-Rückstand und drei Matchbälle abwehren. Sie hatte den 10:10-Ausgleich fast geschafft – aber nur fast, denn einem harten Topspin folgte wieder ein unerreichbarer Netzball ihrer Gegnerin, was zur schmerzhaften 2:3-Niederlage führte. Nach über dreieinhalb Stunden Spielzeit war dann die Punkteteilung in diesem Abstiegsduell perfekt.

Der nächste Schritt ist die Relegation

Analyse War dies nun ein gewonnener oder verlorener Punkt für Untergöningen? Moralisch lassen die Spielerinnen diese Frage unbeantwortet. Allerdings steht durch die Punkteteilung neben dem SC Berg auch der TSV Herrlingen als Absteiger aus der Verbandsliga fest. Um Platz 8 und damit den Gang in die Relegation streiten sich weiterhin die Teams aus Stuttgart, Satteldorf und Untergröningen. Die Kochertälerinnen haben dabei den Vorteil, am 21. April zuhause gegen den Absteiger SC Berg anzutreten und sich damit den direkten Klassenerhalt selbst erspielen zu können.

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