Football Unicorns verlieren ihren Derby-Gegner

Football / SEY 11.09.2015
Die Franken Knights ziehen die Konsequenz aus der sportlichen Talfahrt und melden ihr Team aus der ersten Bundesliga ab. Hall ist jetzt ohne Gegner.

Der Aufmacher auf der Franken-Knights-Homepage hat etwas von einer Todesanzeige. Auf schwarzem Grund liegt ein silberschwarzer Footballer-Helm. Zusätzlich wurde die Kommentar-Funktion vom Verein deaktiviert. Im Text heißt es: "Die Franken Knights werden nicht in der Relegation um den Klassenerhalt in der GFL1 Süd und somit automatisch den Weg in die GFL2 antreten. Die Vereinsführung hatte sich bereits in der letzten Woche zu diesem Schritt entschlossen, sollten die Ritter die Relegation durch einen Sieg im letzten Spiel nicht umgehen können. Dieser Fall ist nun eingetreten, da die Knights am Samstag das letzte Saisonspiel gegen Marburg verloren haben." Nun soll in der 2. Bundesliga ein Neuaufbau folgen. Damit fehlt den Haller Unicorns der regionale Derby-Gegner.

Thomas Rauch, den man unter dem Spielernamen "Smoke" seit vielen Jahren bei den Unicorns kennt, wurde in der Jugend bei den Knights ausgebildet. "Ich finde das sehr schade. Jetzt fällt mein Heimspiel weg. Aber wenn man es sportlich sieht: Welcher Spieler verliert schon gerne fast jede Partie?" Der vorletzte Rothenburger Sieg datiert aus dem August 2013. Damals verloren ausgerechnet die Unicorns bei ihrem Nachbarn. Nationalspieler Rauch trug bis 2004 das Knights-Trikot. Dann stiegen die Rothenburger aus finanziellen Gründen ab. Unicorns-Head-Coach Siegfried Gehrke fragte damals Rauch und Oliver Radke, ob sie nicht nach Hall kommen wollten.

Frankfurt, dessen Team in der Relegation gegen Rothenburg gespielt hätte, ist nun automatisch in die Südgruppe der 1. Bundesliga aufgestiegen. Frankfurt-Galaxy hat die größte Fangemeinde der Liga. Im vergangenen Winter erfolgte der Rückwechsel des Namens von Universe auf Galaxy. Ihr bekanntester Akteur ist der 22-jährige U19-Weltauswahlspieler Laurinho Philipp Walch, um den sich im vergangenen Sommer fast alle renommierten europäischen Footballclubs bemühten. Walchs Wahl könnte auch am Zuschauerzuspruch liegen. Meist sitzen im FSV-Stadion mehr als 6000 Fans.

Frankfurt will als Aufsteiger nicht im Tabellenkeller spielen. "Uns fehlt aber der Einblick, wie stark das Team im Vergleich zu den Erstligisten ist", sagt Seelmann. Galaxy lieferte bisher eine "perfect season" mit 13 Siegen in 13 Spielen ab.