Fußball Standortvorteil Acker: „Der schwere und tiefe Boden könnte uns in die Karten spielen“

Der Bezirksligist aus dem Kochertal hat sich von dieser Runde mehr versprochen. Pleiten wie das 3:6 gegen Korb schmerzen.
Der Bezirksligist aus dem Kochertal hat sich von dieser Runde mehr versprochen. Pleiten wie das 3:6 gegen Korb schmerzen. © Foto: Michael Busse
Sulzbach-Laufen / Michael Busse 08.12.2018

Bevor wir zu eurer Ersten kommen: Was gibt es zum annullierten Spiel eurer Zweiten gegen Kirchenkirnberg zu sagen?

Daniel Köger: Wir wussten ja schon vorher, dass wir richtig gehandelt haben und sind jetzt nicht ausgeflippt. Vorbereitung schadet nie.

In eurer Konstellation muss man ja wöchentlich aufpassen … Ihr seid Kirchenkirnberg aber nicht böse? Es dürfte sich bei dem Einspruch, so mein Eindruck, eher um ein Missverständnis gehandelt zu haben, da sie den Sachverhalt geklärt haben wollten.

Ach, wir haben die Punkte ja bereits wieder auf unserem Konto, jetzt ist es sogar offiziell durch das Sportgericht abgesegnet. Wir nehmen das Kiki auch nicht übel. Ich denke eher, dass sie auch etwas daraus gelernt haben. Die Ausnahme im Regelwerk ist eben Fluch und Segen zugleich.

Okay, wir gehen in die Bezirksliga: Wie ist das aktuelle Befinden im Kochertal?

Wir sind ganz und gar nicht zufrieden. Obwohl wichtige Spieler fehlten, haben wir in der ersten Halbzeit gezeigt, warum wir die letzten drei Jahre in der Bezirksliga spielen: Kampf, Einsatz, Laufbereitschaft – passt hervorragend. Die Taktik geht komplett auf und wir führen mehr als verdient 1:0 zur Pause, um zu Beginn der zweiten Halbzeit alles innerhalb von kürzester Zeit herzuschenken. Wie so oft in der bisherigen Saison haben wir die Punkte in einer schwachen Phase von etwa 15 Minuten komplett aus der Hand gegeben.

Das ist natürlich bedenklich. Woran liegt das?

Gute Frage. Letzte Woche lag es wohl an der Auswechslung von Jannik Riexinger, da mussten wir Einiges umstellen und es hat kein Rädchen mehr ins andere gepasst. Oftmals wenn wir führen, scheinen wir es irgendwie verwalten zu wollen und lassen uns zu sehr fallen und werden passiv.

Was erwartet ihr denn gegen Steinbach?

Die Trauben hängen sehr hoch. Sie sind Tabellenzweiter und treffen auf eine mehr als angeschlagene Truppe.

Mit welchem Gefühl geht man in das letzte Spiel gegen den ambitionierten Aufsteiger?

Mit einem äußerst unguten Gefühl. Zum einen, weil wir eben gegen einen ambitionierten Aufsteiger spielen, der sich sehr gut schlägt – das hatten wir so nicht auf dem Schirm. Und zum anderen natürlich, weil wir gerade aus jedem Training oder Spiel mit noch mehr angeschlagenen oder verletzten Spieler herausgehen. Das können wir mit unserem Kader einfach nicht kompensieren.

Wie sieht es personell aus?

Stephan Munz, Simon Jäger, Julian Fritz, Johannes Haas und ich werden ausfallen. Außenverteidiger Jannik Riexinger ist noch mit Fragezeichen versehen. Es könnte also besser aussehen.

Und jetzt etwas, was Mut gegen Steinbach macht?

Naja, es wird einfach schwer sein gegen Steinbach zu punkten. Aber der schwere und tiefe Boden könnte uns gegen die Kunstrasen gewohnten Steinbacher in die Karten spielen.

Wo du den Rasen erwähnst: Was hält man im Kochertal denn von einem Spieltag am 9. Dezember?

Gar nichts! Alle Bezirke um uns herum sind in der Winterpause, einschließlich Landes-, Verbands- und Oberliga. Da sollte man sich mal als Bezirk Rems-Murr fragen, ob man sich das nicht bei den anderen Bezirken abschauen sollte.

Zurück zu Steinbach: Was habt ihr aus dem Hinspiel mitgenommen, was nun im Kochertal den Ausschlag für euch geben könnte? Sven Bockmeyer kennt die Mannschaft ja nun ein wenig mehr, was ein Vorteil gegenüber der Hinrunde sein könnte.

Gute Frage. Ich hoffe, Sven hat gut aufgepasst. Generell sprechen wir solche Sachen konkret erst in der Spielersitzung an. Sie haben auf jeden Fall eine sehr kompakte Mannschaft und eine gute Spiel­anlage auf Kunstrasen.

Allerdings werden wir in Sulzbach nicht auf Kunstrasen spielen. Wir wollen auf jeden Fall unsere Spielidee durchbringen, agieren und nicht auf Steinbach reagieren.

Hand aufs Herz: Wie sehr sehnt man sich der Winterpause entgegen?

In der aktuellen Situation mit den vielen angeschlagenen Spielern: Sehr! Wir brauchen die Pause um die Wunden zu lecken, Kraft zu tanken und dann eine gute Wintervorbereitung hinzulegen.

Gibt es Überlegungen, den Kader zu verstärken?

Jetzt im Winter? Nein.

Vom Kader zum Trainer: Wie seid ihr damals mit Sven Bockmeyer in die Zusammenarbeit gestartet? Steht eine Verlängerung an oder wurde gleich mehr Zeit eingeplant?

Die Planungen laufen vorerst für eine Saison und wir werden uns spätestens im Laufe oder Ende der Wintervorbereitung unsere Gedanken über die weitere Zusammenarbeit machen.

Nehmt ihr nach der anstrengenden Hinserie dann erst mal Abstand voneinander, also insgesamt betrachtet?

Nein, wir werden nicht auseinanderlaufen und in die Winterpause gehen, um Ruhe voreinander zu haben. Wir werden uns zusammensetzen und das bisher Geschehene Revue passieren lassen. Alles weitere werden wir dann zu gegebener Zeit besprechen.

Wer ist mit wir genau gemeint?

Das Trainerteam, die Abteilungsleitung und die Spielführer.

Wird Sven 2019/2020 weitermachen, wie ist die Tendenz?

Da gibt es wirklich noch keinen Stand. Wie gesagt, laufen die Planungen bei uns vorerst für eine Saison.

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