Der Badminton-Verband Baden-Württemberg traf am Sonntag vergangener Woche den Beschluss die Saison mit sofortiger Wirkung abzubrechen (wir berichteten). Alle Begegnungen der Spieltage 8 und 8a  (4. April) entfallen damit. Die Auf- und Absteiger ergeben sich auf Basis der bestätigten Tabelle nach dem 7. Spieltag. Damit ist auch für die TSF Gschwend die Saison beendet. Zeit für die Badminton-Abteilungsleiterin Svenja Frey eine Bilanz zu ziehen.

Frau Frey, wie sind Sie mit dem Abschneiden der 1. Mannschaft in der Verbandsliga zufrieden?

Svenja Frey: Die erste Mannschaft hat sich diese Saison sehr gut geschlagen. Mit fünf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen, haben wir uns diese Saison zufriedenstellend im Mittelfeld auf Platz vier in der Tabelle platziert. Selbst gegen die Teams auf Rang 1 und 2 (Feuerbach II und TSV Neuhausen II, Anm. der Red.) waren wir nicht chancenlos. Aufgrund der abgebrochenen Saison, wegen der Corona-Pandemie, konnten wir leider nicht mehr gegen die SV Fellbach II spielen, so dass uns die Chance auf den dritten Tabellenplatz genommen wurde. Dennoch sind wir froh, dass diese Saison konstant gespielt werden konnte. Für die kommende Saison wäre sicherlich noch mehr drin, sofern es keine Ausfälle gibt und weiterhin regelmäßig trainiert wird und die Stimmung so gut bleibt wie sie derzeit ist.

Wie blicken Sie auf das Abschneiden der 2. Mannschaft?

Gschwend II steht wie die erste Mannschaft stabil auf dem vierten Platz der Tabelle in der Bezirksliga Staufen/Ostalb. Obwohl vor allem die Herren oft durchwechselten und selten dieselben Paarungen zusammenspielten, konnte die zweite Mannschaft fünf Siege und vier Unentschieden erspielen und drei Niederlagen hinnehmen. Ein wenig mehr Konstanz würde dem Team gut tun und so könnte es im nächsten Jahr eventuell noch weiter nach oben in der Tabelle gehen.

Zur dritten Mannschaft. Die TSF Gschwend III stand als Absteiger in die Kreisliga praktisch schon vor diesem letzten Spieltag fest – oder sehen Sie dies anders?

Die dritte Mannschaft siegte lediglich einmal, musste elf Niederlagen einstecken und steht auf dem letzten Tabellenplatz. Zu Beginn der Saison war dies schon fast klar, da durch den Rückzug der vierten Mannschaft und dem Wegfall mehrerer Spieler der eigentlichen zweiten Mannschaft alle Spieler der ehemaligen vierten Mannschaft aufrücken mussten und so anstatt in der Kreisliga in der Bezirksliga spielten. Ich habe großen Respekt vor der dritten Mannschaft, da deren Motivation und Spieleifer trotz der vielen Niederlagen nicht gebrochen wurde und sie auch im Training sehr fleißig sind. Eigentlich stand dieses Team klar als Absteiger fest, jedoch sieht es so aus, dass durch den frühzeitigen Abbruch der Saison aus den Landesligen kein Team in die Bezirksliga Staufen/Ostalb absteigt und somit Gschwend III in der Bezirksliga bleiben könnte.

Wann steht das fest?

Erst nach der Bezirksversammlung steht dies definitiv fest. Es würde mich freuen, wenn die Jungs und Mädels noch eine zweite Chance bekommen würden und sich in der kommenden Bezirksliga-Saison durchaus verbessern können.

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Gaildorf

In der Verbandsliga waren die Vergabe der Meisterschaft und der beiden Abstiegsplätze schon vor dem letzten Spieltag entschieden. Erleichtert dies eine solche Entscheidung zum vorzeitigen Abbruch einer Saison?

Diese Entscheidung ist aus Sicht unserer Verbandsliga natürlich einfach, jedoch ist dies eine Entscheidung des Verbands für alle Ligen in Baden-Württemberg gewesen und ich denke, dass manche Vereine besser und manche schlechter weggekommen sind.

In der Bezirksliga holte sich die SG Aalen/Heubach II den Titel vor dem punktgleichen TV Altenstadt, der zum Saisonfinale den Spitzenreiter zu einem „Endspiel“ empfangen hätte. Mit einem Sieg hätte sich Altenstadt den Aufstieg gesichert. Hätte, hätte, Fahrradkette – aber ist man in einer solchen Situation nicht frustriert?

Ja. Wenn man die Chance hat aufzusteigen und am letzten Spieltag die Entscheidung fix machen könnte, ist das für jedes Team nicht schön. Dennoch gibt es Zeiten, in denen der sportliche Ehrgeiz zurückgestellt werden muss und die Gesundheit aller wichtiger ist als der Sport. Wir hoffen, dass die kommende Saison anders verlaufen wird und Vor- und Rückrunde komplett ausgespielt werden.

Gibt es auch in der kommenden Saison eine dritte Mannschaft?

Ja. Wir werden auch in der kommenden Saison mit drei Teams an den Start gehen.

Das 4. Ranglistenturnier ist noch nicht abgesagt.  Diese Entscheidung soll bis zum Meldeschluss am 25. April fallen. Rechnen Sie noch mit einer Austragung dieses Ranglistenturniers?

Diese Frage kann ich nicht beantworten, da ich nicht weiß, inwiefern die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt wird und es evtl. zu stoppen ist, aber ich denke nicht, dass es stattfinden wird.

Wann denken Sie, dass der Trainingsbetrieb wieder aufgenommen werden kann, nach den Sommerfe- rien?

 Ich hoffe, dass nach den Sommerferien wieder alles normal läuft und das soziale Leben wieder stattfinden kann. Das Vereinsleben fehlt schon nach wenigen Wochen.

Andere Meister wären möglich gewesen


Landesliga Neckar/Hoh.
Die ersten drei Teams sind jeweils nur durch einen Punkt getrennt. Das Führungsduo mit Fellbach III und Schorndorf IV hat die gleichen Gegner. Nichts spricht dagegen, dass Fellbach  seine Vorrundensiege hätte wiederholen können.

Bezirksliga Staufen
Die SG Aalen II und der TSV Altenstadt sind punktgleich. Die Entscheidung wäre am letzten Spieltag im direkten Vergleich gefallen. In der Vorrunde gewann Altenstadt bei der SG II mit 5:3 (bei zwei Drei-Satz-Siegen).

Bezirksliga Hohenlohe:
Künzelsau I und Walldürn sind punktgleich. Beide wären Favorit gegen  Tauberbischofsheim II. Durch das bessere Spielverhältnis hätte Künzelsau I beim ausgefallenen Spieltag aber schon ein 5:3-Erfolg zum Titel gereicht.

Kreisliga Tauber/Hoh.
Der TSV Künzelsau II hat bereits 10 Spiele absolviert und die Saison schon abgeschlossen. Der TV Boxberg hätte mit dem erwarteten Sieg gegen Gnadental II und einem Punkt aus dem Spiel gegen Hall II noch vorbeiziehen können.  jjs