Gaildorf / Petra Natzkowski  Uhr
Bei den Bundesjugendspielen der Grundschule Eutendorf-Ottendorf und der Peter-Härtling-Schule geht es nicht nur um die drei klassischen Wettkampfsportarten.

Gemeinsame Bundesjugendspiele der Grundschule Eutendorf-Ottendorf und der Peter-Härtling-Schule – im Gaildorfer Stadion sah es eher nach einem großen, fröhlichen Kinderfest als nach ernsten Wettkämpfen aus. Die Schüler hatten ihren Spaß beim Dosenwerfen, Seilspringen oder auf einem Slalom-Parcours beim Wassertragen. Bei genauem Hinsehen entdeckte man aber auch die drei klassischen Wettkampfsportarten Weitsprung, 50- beziehungsweise 100-Meter-Lauf sowie Ballweitwurf.

Um lange Wartezeiten und Langeweile bei den einzelnen Klassen zu vermeiden, bis diese zu ihrem nächsten Wettkampf antreten, hatte man sich im Vorfeld an den beiden Schulen auf dem Hohbühl mit Außenstelle in Ottendorf für diese etwas unorthodox erscheinende Form der Bundesjugendspiele entschieden. Zwölf Stationen wurden im Stadion aufgebaut. Die einzelnen Klassen wurden bunt gemischt und in zwölf Kleingruppen aufgeteilt. Jedes Team hatte einen Laufzettel, damit auch ja keine Aktion vergessen wurde, und einen Gruppenführer, der dafür zu sorgen hatte, dass beim Stationen-­Wechsel alle an der richtigen Stelle ankamen. Mal gemeinsam, mal als Wettkampf galt es, die Stationen zu absolvieren.

Geschicklichkeit und Koordination sind gefordert, wenn man das große A gemeinsam zum „Laufen“ bringen möchte. Kevin, Nele, Felicitas und Clara halten mit vier Seilen das A aufrecht und versuchen durch geschicktes abwechselndes Ziehen, jeweils eine seiner Seiten vom Boden zu heben. Sobald das A nur noch auf einem „Bein“ steht, ist es Johann, der auf dem Querbalken steht, möglich, das A vorwärts zu bewegen.

Nebenan sind dagegen kluge Köpfe gefragt. Auf dem Boden liegt ein übergroßes Memory und die Kinder versuchen sich an die Lage von Eiswaffeln, Entchen und Segelbooten zu erinnern.

Um Sekunden geht es ein paar Meter weiter auf der Aschenbahn bei den Läufern über 50 und 100 Meter.

Wo ist rechts und wo ist links?

Koordination und das Wissen, wo rechts und links ist, sind auf dem Rasen beim Partnerski gefragt. Die vier Jungs auf den Holzbrettern kämpfen noch ein wenig mit der praktischen Anwendung dieses Wissens. Bewältigen aber am Ende die Herausforderung, gleichzeitig die Beine zu heben, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren und hinzufallen.

Ein paar Schritte weiter liegen unterschiedlich große Holzreifen im Gras des Stadions: Hier wird getestet, wie klein ein Holzreifen sein kann, um allen Schülern aus der Gruppe gerade noch im Innern Platz zu bieten. Während das eine Team sich ganz dicht zusammendrängt und es so alle Schüler in den Kreis schaffen, stapeln die anderen in die Höhe und die Großen nehmen die Kleineren huckepack.

Ehemalige und Eltern

Die Kinder hatten an den etwas anderen Bundesjugendspielen sichtlich ihren Spaß – und nicht nur sie. Auch beim „Betreuungspersonal“ an den zwölf Stationen sah man nur strahlende Gesichter. Um den erhöhten Betreuungsaufwand zu bewältigen, der durch die zusätzlichen Aktionen entstand, waren neben den Lehrern der beiden Schulen auch ehemalige Kollegen und die Eltern im Einsatz.

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Sarah Schrimpf aus Gaildorf ist Meisterschülerin an der Akademie der bildenden Künste in München.