Fußball-Kreisliga B2 „Der Spielplan ist ein Witz“

Seine Mannschaft muss eine Zwangspause einlegen. In Unterrot spart Andreas Zauner nicht mit Kritik.
Seine Mannschaft muss eine Zwangspause einlegen. In Unterrot spart Andreas Zauner nicht mit Kritik. © Foto: jur
Gaildorf / Michael Busse 10.11.2018
Bei Unterrot läuft es derzeit hervorragend. Nun wird die Elf aus Sicht des Vereins unnötig ausgebremst.

Unterrots Funktionär-Urgestein Andreas Zauner ist sauer. Er ist mit dem Spielplan für die Kreisliga B2 nicht einverstanden. Seine Mannschaft hat eine vierwöchige Zwangspause verpasst bekommen. Gleichzeitig spricht Zauner über das sportliche Geschehen seiner Spvgg Unterrot.

Gegen den TSV Sechselberg hattet ihr es mit einer harten Nuss zu tun. Wie ist deine Ansicht dazu?

Andreas Zauner: Es war eine geschlossene und disziplinierte Mannschaftsleistung gegen einen gut organisierten und spielstarken Gegner. Am Ende war es zwar ein glücklicher, aber nicht unverdienter Arbeitssieg. Das Spiel
hätte auch anders ausgehen können.

Nach eurer Siegesserie müsst ihr nun zuschauen, wie die Konkurrenten Oppenweiler oder der TAHV Gaildorf nachlegen können. Wie sehr schmerzen die beiden einzigen Niederlagen gegen die zwei Mitkonkurrenten im Nachhinein?

Wir haben unsere Pflicht getan und können jetzt in aller Ruhe schauen, was die anderen machen.

Also seid ihr relativ relaxt?

Es ist ja so, dass beide noch schwere Spiele vor sich haben und wenn man unter Zugzwang ist, wird es gleich schwieriger – man muss erst mal gewinnen. Oppenweiler muss noch nach Sechselberg, der TAHV spielt noch daheim gegen Fornsbach.

Dass eure Jungs ausgerechnet gegen die direkten Konkurrenten nichts geholt haben – schmerzt das?

Na ja, beide Niederlagen waren berechtigt, weil wir in beiden Spielen die erste Halbzeit richtig verschlafen haben und nicht als Mannschaft aufgetreten sind. In der zweiten Halbzeit zeigte die Mannschaft, zu was sie fähig ist und mit etwas Glück und Konzentration wäre in beiden Spielen mehr drin gewesen. Deswegen schmerzen die Niederlagen schon, ja.

Ein kleines Kuriosum ist der neue Spielplan für die Kreisliga B2. Aufgrund dessen seid ihr sozusagen auf Stand-by-Betrieb und müsst einen Monat pausieren, ehe das Topspiel gegen den TAHV Gaildorf ansteht. Was denkt man über den Spielplan, wenn man in dem Maß betroffen ist?

Ich will jetzt niemanden zu nahe treten, aber der Spielplan ist ein Witz! So was habe ich in meiner langen Amtszeit noch nie erlebt, dass eine Vorrunde Anfang November zu Ende ist. Man hätte sich da auch was anderes überlegen können. Schlimmer ist es noch am Ende der Saison, da sind wir auch zwei Wochen vor Saison­ende fertig, müssen aber trotzdem weiter trainieren, weil ja die Relegation anstehen könnte.

Wie geht man denn speziell in der kalten Jahreszeit mit vier Wochen Zwangspause um?

Es wird nicht einfach sein, die Jungs bei Laune zu halten und wäre im Sommer einfacher, ganz klar. Wir werden eben etwas für die Kameradschaft und den Zusammenhalt tun und gemeinsam schwimmen oder bowlen gehen. Man muss sich eben etwas einfallen lassen.

Zum Topspiel gegen den TAHV: Was werdet ihr besser als im Hinspiel machen?

Wir werden es natürlich besser machen. Aber wie, das werde ich öffentlich nicht verraten. Aber eines kann ich sagen: Die Mannschaft hat begriffen, dass man gegen Topmannschaften von Anfang an wach sein und konzentriert zur Sache gehen muss.

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