Rudern Fatahi überzeugt in Dortmund

Ruderte in Dortmund wie entfesselt: Mahni Fatahi.
Ruderte in Dortmund wie entfesselt: Mahni Fatahi. © Foto: privat
Dortmund/Ulm / swp 06.12.2018

Wo stehe ich augenblicklich, wie sind meine Chancen aufs Nationalteam? Antworten darauf liefert die Kaderüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes (DRV). Wie immer stand die individuelle Leistung auf dem Ergometer, sowie die im Kleinboot auf dem Prüfstand. Und hier, über die 6 km auf dem Dortmund-Ems-Kanal, setzte sich Mahni Fatahi aus Ulm im Feld der 34 Leichtgewichtsruderer in 23:26 durch und wurde Erster. Vor allem sein gutes Stehvermögen half dem 22-jährigen, den letzten Kilometer wie entfesselt zu rudern.

Dass der Chemiestudent auf dem Ergometer zudem eine persönliche Bestleistung hinlegte, rundete für ihn die Dortmunder Tage vollends ab. „Ich wollte auf dem Ergometer alles geben. Dass es danach im Einer zum Sieg reicht, damit habe ich nicht gerechnet“, freute er sich.

Der Leistungssprung des Ulmers stieß bei den verantwortlichen Bundestrainern auf eine positive Resonanz. Fatahi gehört nun zu einem sechsköpfigen Kreis, aus dem der Verband den leichten Doppelzweier für Tokio bilden will. Durch die Aufnahme in das Sextett der Olympia-Aspiranten wird der Ulmer künftig bei allen zentralen Trainingsmaßnahmen mit dabei sein. Im olympischen Ruderprogramm gibt es nur eine Bootsgattung für Leichtgewichtsruderer. Für alle, die nicht über das Gardemaß verfügen, ist das die einzige Chance auf eine Olympiateilnahme.

Einen Start in Tokio strebt auch die Ulmer Juniorin Clara Oberdorfer an. Allerdings sind hier nicht die Olympischen Spiele gemeint, sondern die Junioren-WM, die 2019 als Olympia-Generalprobe ausgetragen wird. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal ruderte sie mit ihrer neuen Partnerin Luisa Gathmann (Rheinfelden) auf den zweiten Platz.

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