Der VfE Ulm/Neu-Ulm ist das Maß der Dinge in den beiden bayerischen Eishockey-Landesligen. Die Devils haben schon 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Nichtqualifikationsrang für die Bayernliga-Aufstiegsrunde und sind nach elf der zwanzig Spiele die einzige ungeschlagene der 22 Mannschaften. Das soll auch noch nach diesem Wochenende so sein. Wobei im Schlagerspiel am Freitag (20 Uhr) im Eisstadion Neu-Ulm gegen den Titelfavoriten und Drittplatzierten ESC Kempten die Trauben wesentlich höher hängen als am Sonntag (17 Uhr) in der Partie beim EV Pfronten.

Kempten ein Top-Gegner für Devils

Ein Teil der VfE-Mannschaft hat zusammen mit Trainer Robert Linke am vergangenen Sonntag den mit ehemaligen Oberliga- und Bayernligaspielern gespickten Kader von Kempten bei der 4:5-Niederlage nach Verlängerung gegen den ESV Buchloe vor Ort unter die Lupe genommen. „Vom Papier her ist das ein Top-Gegner. Solche Spiele sind für uns ein Gradmesser für die Aufstiegsrunde. Da ist jeder Spieler gefordert, noch eine Schippe drauf zu legen“, sagt Devils-Sportvorstand Georg Meißner. „Unsere Jungs sind voll motiviert.“

Devils erwarten Publikumsrekord

Bis auf Joschua Eckmann (Bänderanriss Knie), der wohl Mitte Dezember wieder einsteigen kann, steht Linke der komplette Kader zur Verfügung. An Unterstützung von den Fans wird es dem Spitzenreiter nicht fehlen.  Erneut wird mit einem Publikumsrekord für diese noch junge Saison gerechnet (bisher 738 Personen gegen Buchloe). Die Nachfrage schon im Vorfeld der Partie war groß. Erstmals könnte die Marke von 1000 Zuschauern erreicht werden, wobei 200 Anhänger aus Kempten anreisen werden. „Die Leute sollten frühzeitig auch wegen der Parkplatzsituation kommen“, betont Meißner.

Nach diesem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen am Freitagabend warten ab dem Gastspiel in Pfronten dann drei Auswärtsspiele bei Klubs aus der zweiten Tabellenhälfte auf den Klassenprimus aus Ulm und Neu-Ulm. Devils-Sportvorstand Meißner: „Da sollten wir jeweils gewinnen. Wobei wir uns für die Qualifikation für die Aufstiegsrunde jetzt sogar den einen oder anderen Ausrutscher leisten können.“