Wie schon die TSG Rottenacker vor zwei Wochen wird auch die TSG Ehingen beim SV Bad Buchau wohl auf dem Kunstrasen antreten müssen. Dort erwartet sie voraussichtlich ein defensiv eingestellter Gegner, der es dem Tabellenführer so schwer wie möglich machen will. Doch das alles hat die Ehinger Mannschaft schon häufig genug erlebt und immer wieder Mittel gefunden, um dennoch zum Erfolg zu kommen. Die erfahrene Mannschaft weiß ihre Chancen zu nutzen und agiert zu großen Teilen in ihren Partien wie ein echter Titelanwärter.

Während die Ehinger das in der vergangenen Bezirksliga-Saison zwar auch waren, aber immer wieder mal stolperten, sieht es in dieser Spielzeit höchst souverän aus. Alles läuft auf den großen Showdown am letzten Spieltag in Bad Schussenried hinaus. Doch um dieses Endspiel nicht mit zu großem Rückstand anzugehen, braucht es weiter die Siege wie bisher. Denn auch der Verfolger aus der Kurstadt (zwei Punkte Rückstand, ein Spiel weniger) zeigt sich inklusive Torjäger Felix Bonelli in bestechender Form und lässt nicht locker. Gegen Bad Buchau, die heimstarke Mannschaft vom Federsee, die im Tabellenmittelfeld steht, will die Elf von Roland Schlecker wieder mit Effizienz den Sieg holen.

Mentale Stärke gefragt

Für die SG Altheim wird es dagegen im Abstiegskampf immer enger. Nun geht es ausgerechnet zum Tabellendritten FV Neufra, der nur eine Niederlage in den vergangenen sieben Spielen hinnehmen musste. Dennoch meint Altheims Trainer Joachim Oliveira: „Wenn der Wille da ist, haben wir gegen jedes Team der Liga eine Chance. Das müssen die Jungs aber auch auf den Platz bringen.“ Immer wieder spielt der Kopf eine Rolle, denn nach Gegentoren zerfällt die Mannschaft vom Hochsträß regelrecht in ihre Einzelteile. „Die Führungsspieler haben mit sich selbst genug zu kämpfen und ziehen die jungen Spieler nicht mit“, beschreibt Oliveira die Situationen nach Fehlern und Gegentoren. Wie schon bei der 5.0-Führung gegen den FV Altshausen, als man sich noch vier Gegentore einfing und das große Zittern begann. An selber Stelle eine Woche später gegen den TSV Riedlingen kam es noch dicker. Mit 0:5 und kaum Gegenwehr ging man vom Feld und das erneut vor den eigenen Fans. Eine schwere Situation und prekäre Lage auf dem Hochsträß, denn bei der SG Altheim hat bis auf den erfahrenen 32-jährigen Kapitän Peter Leicht – vor sechs Jahren mit der SGA in der Kreisliga A – kaum einer Erfahrung, wenn es in den Kampf um den Klassenerhalt geht. „Wir müssen nun als Kollektiv agieren und an uns glauben“, sagte der Altheimer Trainer.

Mit positiven Vorzeichen geht es für die TSG Rottenacker zum Auswärtsspiel beim FC Krauchenwies. Nach der Winterpause holte die TSG sieben Punkte aus den vergangenen vier Begegnungen und krönte das zuletzt mit dem 4:1-Erfolg über den SV Uttenweiler. „Wir dürfen jetzt aber nicht abheben, trotz der Euphorie. Es gilt weiter diszipliniert zu spielen“, meint TSG-Spielleiter Michael Striebel. Erneut stellte Trainer Timm Walter die Mannschaft gut ein und ließ den favorisierten Gegner nie zur Entfaltung kommen. Offensiv hingegen hat Jannik Sachpazidis offensichtlich den Torriecher wiedergefunden. In jedem Spiel nach der Winterpause traf der 21-Jährige und war oftmals für die wichtige 1:0-Führung verantwortlich. „Unsere Mannschaft tritt deutlich gefestigter auf, das sieht man ihrem Spiel auch an“, erklärt Striebel. Der aber dafür auch auf die verbesserte Personalsituation hinweist. Denn zuletzt hatte Timm Walter sechs Wechselspieler dabei, was in der Hinrunde mit zwei AH und Reserve-Akteuren kaum vorstellbar war.

Aber auch der kommende Gegner zeigte sich zuletzt in guter Form und ist seit fünf Spielen ohne Niederlage. Dennoch ist es für die TSG Rottenacker ein wegweisendes Auswärtsspiel: Sie könnte sich etwas Luft verschaffen und sogar zum Tabellen-Mittelfeld aufschließen.

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