Basketball Zur "Wundertüte"

Radi Tomasevic (mitte) war mit 21 Topscorer gegen Dresden. Am morgigen Sonntag wird auch er eine der Hauptstützen des Team Ehingen Urspring sein, wenn sie bei den Saarlouis Royals antreten.
Radi Tomasevic (mitte) war mit 21 Topscorer gegen Dresden. Am morgigen Sonntag wird auch er eine der Hauptstützen des Team Ehingen Urspring sein, wenn sie bei den Saarlouis Royals antreten. © Foto: Emmenlauer Juergen
Ehingen / FLORIAN ANKNER 09.10.2015
Das Team Ehingen Urspring hat am Sonntag das erste Auswärtsspiel der Saison. Mit Saarlouis wartet der Tabellenletzte aus dem Vorjahr. Die Ehinger haben derweil mit einer Krankheitswelle im Team zu kämpfen.

Nach zwei Heimsiegen zum Saisonbeginn geht es für das Team Ehingen Urspring am Sonntag (17.30 Uhr) nach Saarlouis zu den dortigen Royals. Auf dem Papier wartet auf die Steeples ein vermeintlich leichter Gegner. Saarlouis hat bislang beide Spiele verloren und unterlag zuletzt den Weißenhorn Youngstars mit 68:87. Auch in der vergangenen Saison lief es für die Gastgeber nicht rund: In den 22 Spielen der regulären Saison erzielten sie lediglich fünf Siege und wären somit eigentlich abgestiegen. Nur weil die Cuxhaven BasCats wegen finanzieller Engpässe keine Lizenz für die ProB erhalten hatten, bekamen die Saarlouis Royals den frei gewordenen Platz zugesprochen.

Doch trotz der scheinbaren Überlegenheit warnt Steeples-Trainer Domenik Reinboth davor, die Saarländer zu unterschätzen: „Das Team ist eine absolute Wundertüte.“ Viele Spieler hätten das Potenzial, eine Leistungsexplosion aufs Parkett zu legen.

Auch bei der deutlichen Niederlage gegen Weißenhorn zeigten die Royals, dass sie, bis auf das erste Viertel (16:30), dem Farmteam von Ratiopharm Ulm gewachsen waren. Gerade auf den Ausländerpositionen sind die Saarländer gut besetzt. Allen voran der US-Amerikaner Ricky Easterling II, der in dieser Saison im Schnitt auf 20 Punkte kommt und im vergangenen Jahr mit 22,3 Punkten Topscorer der gesamten Liga war. „Unser Ziel muss es sein, ihn zu kontrollieren und auch zu schauen, dass er keine anderen Spieler mitzieht.“

Für das Spiel am Sonntag plagt die Steeples zudem eine Krankheitswelle. „Wir hatten unter der Woche eine brenzlige Situation“, sagt Reinboth. „Viele Spieler haben sich untereinander angesteckt.“ Noch sei offen, wer alles gegen Saarlouis spielen wird. Während eine endgültige Entscheidung erst im Laufe des Tages fallen soll, ist die Wahrscheinlichkeit für den Einsatz von Noah Aghas gering: „Bei ihm sieht es schlecht aus.“ Dennoch wird das Team mit einer "breiten Brust" zu den Saarlouis Royals fahren.

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