Reiten Viel Lob für Öpfinger Late Entry

Konstantin Eduard van Damme auf Ostwind gewann das M*-Springen und platzierte sich stets vorn.
Konstantin Eduard van Damme auf Ostwind gewann das M*-Springen und platzierte sich stets vorn. © Foto: Emmenlauer
Öpfingen / Renate Emmenlauer 15.05.2018

Die Reitsportgemeinschaft Öpfingen hat nach der perfekten Turnierpremiere des Late Entry im Vorjahr zum 70. Geburtstag von Eduard Beuter jetzt auch ihre zweite Auflage mit Bravour gemeistert. Hubert Schulze Rückamp hatte beim M*-Springen am Sonntagnachmittag mit nahezu 70 Startern vor einer großen Publikumskulisse von drei herrlichen Turniertagen mit internationalem Touch geschwärmt.

Der in Reiterkreisen hochgeschätzte Wertungsrichter und Pferdekenner lobte nicht nur den top Sandplatz im „Aischpl“. Hier herrschten die idealen Bedingungen für Reiter der Spitzenklasse. Hubert Schulze Rückamp, der mit dem im August verstorbenen Reitstallbesitzer Eduard Beuter freundschaftlich sehr eng verbunden war, war der RSG im Wertungsteam erhalten geblieben. Er lobte die drei Sparten, in die an den drei Turniertagen eingeteilt wurde: Der Auftakt am Donnerstag war den Reitern mit Jungpferden vorbehalten, für die Schulze Rückamp jeweils einen hilfreichen Kommentar übrig hatte.

Bei der „Profirunde“ am Samstag durchritten allein in den zwei M-Prüfungen 130 Starter den anspruchsvollen Parcours, in der Springprüfung Klasse S* konkurrierten 48 Teilnehmer. Bei letzterer durfte Andy Witzemann nicht fehlen. Im Oktober hatte Witzemann den Großen Preis der Sparkasse Zollernalb um den Wanderpokal der Burg Hohenzollern abgeräumt. Witzemann gewann das M*-Springen und wurde beim S-Springen immerhin Zweiter.

Der zierliche Star

Auch am Start war Lea-Sophie Gut (SV Sulmingen), die amtierende und mehrmalige Deutsche Meisterin der Pony-Springreiter, süddeutsche Meisterin der
Pony-Springreiter in der Einzel- und Mannschaftswertung, sowie Landesmeisterin bei den
Pony-Springreitern und den Junioren. International geht sie für Deutschland im Nationalkader an den Start und ist inzwischen bis Klasse S platziert. Die zierliche Reiterin, über die der versierte Richter urteilte: „So sehen deutsche Meister aus“ und „das war ein Ritt in stilistischer Perfektion“ siegte bei der M*-Prüfung auf Fairy Tale in der zweiten Abteilung sowie im L-Springen, zweite Abteilung.

Der Sonntag stand im Zeichen der Amateure. Zur großen Hoffnungsträgerin aus dem Öpfinger Reitstall mauserte sich Franziska Kästle, die in der Klasse L, erste Abteilung, die Deutsche Meisterin Lea-Sophie Gut auf Platz zwei verwies. Ihr Bruder Jannik Kästle sahnte beim A*-Springen und Springreiter-Wettbewerb die Siegerprämie ab.

Nach kurzem Gastspiel beim Reitsportzentrum am Bussenberg ist der Belgier Konstantin Eduard van Damme wieder zur RSG Öpfingen als Turnierreiter und Bereiter zurückgekehrt. Er siegte bei der Springpferdeprüfung Klasse M*, landete zudem in der Springprüfung M* auf Platz zwei und bei weiteren Durchläufen im ersten Drittel der Platzierungen. Über die sportlichen Erfolge der Gastgeber und die teils sehr sauber gerittenen Parcours hinaus passte beim zweiten Late Entry-Turnier im Öpfinger „Aischpl“ auch alles andere.

Für die reibungslose Organisation und die heimelige, kompakte Reitanlage mit kurzen Wegen für Reiter und Zuschauer sowie die Bewirtung im Festzelt ernteten die Veranstalter viel Lob. Zudem erfeulich: Es gab keinerlei Verletzungen und auch das Wetter machte perfekt mit. Mit mehr als 100 Mitgliedern und rund 50 Reitschülern verbucht die RSG Öpfingen laut Franz Sattelberger nach dem verpfuschten Sandplatz und einem jahrelangen Rechtstreit wieder einen hervorragenden Zuwachs. Der strahlenden Miene des RSG-Chefs war beim Turnier anzusehen, wie zufrieden er war. „Unsere Helfer haben wieder toll mitgezogen. Das ist ein klasse Team in unserem Verein“, schwärmte er.