22. Stadtlauf TSGler holt sich Stadtlauf-Titel

Etwas rutschig ging es auf dem regennassen Kiesweg um den Groggensee zu. Doch der Sieger Josef Diensthuber nahm die Kurven problemlos und konnte den zweitschnellsten Silvan Rauscher (LAV Stadtwerke Tübingen) hinter sich lassen.
Etwas rutschig ging es auf dem regennassen Kiesweg um den Groggensee zu. Doch der Sieger Josef Diensthuber nahm die Kurven problemlos und konnte den zweitschnellsten Silvan Rauscher (LAV Stadtwerke Tübingen) hinter sich lassen. © Foto: Fotos: Patrick Huss
Ehingen / Patrick Huss 03.09.2018

Josef Diensthuber von der TSG Ehingen Abt. Leichtathletik und Susanne Hafner (TG Viktoria Augsburg) heißen die Sieger des 22. Ehinger Stadtlaufs. Für Diensthuber ist es der zweite Sieg nach 2012, als er in 33:35 Minuten erstmals ganz vorne lag. In diesem Jahr kam er in 33:54 ins Ziel und lag damit 14 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Silvan Rauscher aus Tübingen. Das Siegerpodest komplettiert Oliver Hoffmann (TSG Ehingen). Für den 37-jährigen Diensthuber kam der Sieg überraschend. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich gewinne“, sagte Diensthuber. Denn nach vier Runden lag Hoffmann scheinbar uneinholbar mit großem Vorsprung vorne. „Ich bin zunächst mit dem späteren Zweitplatzierten in einer Verfolgergruppe gelaufen. Erst Anfang der sechsten Runde konnten wir langsam aufschließen“, berichtet der Sieger. Hoffmann hatte sein Anfangstempo wohl zu hoch gewählt und musste sich letztlich mit Platz drei zufrieden geben.

Weniger Positionswechsel gab es dagegen bei den Frauen. Siegerin Susanne Hafner aus Augsburg lag schon nach der ersten Runde vorne und brachte den Start-Ziel-Sieg in 39:10 ins Trockene. Stephanie Wunderle (SG Niederwangen) sicherte sich Platz zwei in 40:02. Die Vorjahreszweite Veronika Ulrich von der TSG Ehingen kam auf Rang drei in 40:29. Gute Platzierungen erzielten auch Fabian Löffler (4./TSG Ehingen), Michael Neher (5. Lauftreff), Alexander Härdtner (6.) und Stefan Geiselhart (7./beide TSG Ehingen). Im Jedermannlauf über vier Kilometer siegte Ezat Hussaini (TSG Münsingen) in 12:35 vor Matthias Schmid (Bodynumber1/13:03). Beste Frau war Angelika Benz (SV Mergelstetten/17:30). Die Mannschaftswertungen entschied beide die TSG Ehingen LA für sich: 1. Platz Josef Diensthuber, Fabian Löffler und Alexander Härdtner. Frauen: 1. Platz Veronika Ulrich, Rose Zdebik und Kathrin Zdebik.

Bei der Jugend (1200m) gab es Erfolge für Nachwuchsläufer aus der Region. So siegte bei der mU10 Jannik Loncar (Ehingen) vor Noah Hilker (TSG Ehingen). Levi Newman, Leni Fieder sowie Alina Führle erreichten Podestplätze in der Altersklasse U14. Und bei der U16 waren die Ehinger Marius Kräutle und Simon Frey vorne mit dabei.

Bei nasskaltem Herbstwetter fühlten sich die meisten Läufer dennoch wohl. Veronika Ulrich (TSG Ehingen) war mit ihrem dritten Platz hinter den beiden schnellsten Frauen „sehr zufrieden“. Bei der mehrfachen Deutschen Meisterin wurde ein schwerer Eisenmangel diagnostiziert, weshalb sie zwei Monate kürzer treten musste. „Ich habe nun einige Wochen Tabletten genommen und die Hauptsache ist für mich jetzt, dass es wieder aufwärts geht“, sagt die nimmermüde 51-Jährige. Beachtlich: Erst seit zwei Wochen ist sie wieder im Training. Schon nächstes Wochenende möchte sie bei einem Halbmarathon in Niedernhall teilnehmen.

Zahlen und Fakten zum Event

284 Finisher zählt der diesjährige Ehinger Stadtlauf. 145 Teilnehmer waren es im Hauptlauf, exakt so viele wie im Vorjahr. Mit 36 Teilnehmern im Jedermannlauf gab es ein Plus von zwölf. Bei der Jugend gab es leichte Einbußen bei den Meldezahlen. Bei den Bambini waren es zehn weniger (2018: 41, 2017:51), 47 bei der Jugend ist eine gute Zahl.

80 Jahre alt war übrigens der älteste Starter. Siegfried Schröder kam in 1:14:14 Stunden über die 10 km als Vorletzter ins Ziel. Der Allgäuer erinnert sich noch gut daran, als er mit 19 Jahren beim SV Weiler die 1000 Meter in 2:51,8 Minuten bewältigte. Am liebsten mache er Bergläufe – und zwar extreme! „Mittlerweile muss ich auf meinen Puls achten“, sagt Schröder. Jetzt pausiere er für drei Wochen. Der nächsten Lauf habe er sich aber schon ausgeguckt: Der „Schwarzer-Grat-Berglauf“ in Isny. hel

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