Die Ehinger Handballer sind in der Bezirksliga wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt, und wie: Mit einem überlegenen 37:17-Heimsieg schickte die TSG Ehingen den HC Lustenau am Samstag nach Hause. Schon zur Pause lag die Mannschaft von Trainer Winfried Biberacher mit 16:8 klar in Führung. Im zweiten Durchgang baute Ehingen seinen Vorsprung sogar noch weiter aus.

TSG Ehingen lässt sich nicht aus dem Konzept bringen

Gut erholt nach der peinlichen Auswärtsniederlage in Wiblingen vor einer Woche zeigten sich die Ehinger Handballer am Samstag im Verfolgerduell gegen den Tabellendritten HC Lustenau. Der Tabellendritte aus Vorarlberg lag nur einmal kurz in Führung; das war beim 1:0 durch Mike Steurer. Danach bestimmten die Mannen von Trainer Biberacher das Geschehen und übernahmen vor etwa 100 Zuschauern in der Längenfeldhalle immer mehr das Kommando. Die Schwarz-Grünen hielten dagegen, aber Ehingen ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Auch TSG-Torhüter Tristan Klein, der einen Ball ins Gesicht bekam, blieb cool und machte in der Folgezeit ein ums andere Mal gute Torchancen der Gäste zunichte. Dies traf später auch auf Johannes Reichle zu, der seinen Kasten so gut es ging sauber hielt.

Tim Biberacher glich schnell zum 1:1 aus und danach setzte sich Ehingen über 3:1, 6:2 auf 11:5 und 14:7 ab. Es lief wie am Schnürchen und mit dem Treffer zum 16:8 von Simon Klug gingen die Hausherren mit einer komfortablen Führung in die Kabine. „Wir wollten Vollgas geben“, sagte Trainer Biberacher nach der Begegnung. Das ist seiner Mannschaft gelungen. Ohne großen Schnickschnack und mit zum Teil schönen Spielzügen  mit dem Blick für den besser postierten Mitspieler nahmen die Ehinger die Vorarlberger auseinander. Hinzu kam, dass „es in der Abwehr gepasst hat“, wie es Biberacher formulierte. Und es ging munter weiter mit dem Toreschießen, wobei sich bis auf Marvin Korth (Kurzeinsatz) alle Akteure in die Torschützenliste eintragen konnten.

Debakel für Lustenau kündigte sich an

„Wir dürfen nicht nachlassen“, lautete Biberachers Ansprache zu Beginn der zweiten Halbzeit. Während sich die Lustenauer immer wieder an der TSG-Defensive festbissen oder überhastet abschlossen, spielte Ehingen „sein Ding“. Hellwach war die TSG auch in der Rückwärtsbewegung. Mal fing Matthias Kneer einen Tempogegenstoß ab oder eroberte den Ball, mal fischte sich Simon Klug die Kugel aus der Luft. In den zweiten 30 Minuten saß fast jeder Wurf; für Lustenau bahnte sich ein Debakel an. Zum Buhmann wurde Stefan König, der sich frustriert mit Oskar Bachner anlegte und zwei Minuten raus musste. Nach 40 Minuten stand es 24:10; Ehingen machte einfach weiter. „Wir haben ihre Moral geknackt“, sagte Biberacher.

Die TSG bleibt Vierter, punktgleich mit dem TSV Bad Saulgau II und TG Biberach II (alle 22:16). Am kommenden Samstag, 30. März, kommt es zum nächsten Verfolgerduell in Bad Saulgau.

TSG Ehingen: Bachner (12 Tore), Klug (7), Kneer (4), Dietz (4), T. Biberacher (4), Mall (3), Latinovic (3), Korth, Klein, Reichle.