Das Team Ehingen Urspring hat in der 2. Basketball-Bundesliga ProA auch das zweite Heimspiel in Serie verloren. Nach der Niederlagen am vergangenen Samstag gegen Tabellenführer Jena hielt das Team von Trainer Domenik Reinboth gegen die Kirchheim Knights zwar gut mit, unterlag dem Playoff-Kandidaten am Ende aber knapp mit 85:90.
Die Gäste mussten im Derby auf Nico Brauner und Kyle Lefroy, den zweitbesten Scorer der ProA, verzichten. Die Hausherren traten hingegen in Bestbesetzung an, konnten also auch auf Kevin Strangmeyer zurückgreifen. Der Center, der im Training umgeknickt war, saß zu Beginn aber zunächst auf der Bank und konnte von dort aus mitansehen, wie seine Teamkollegen auf dem Spielfeld einen starken Start hinlegten.

Im ersten Viertel klappt offensiv fast alles

Gleich im ersten Angriff traf Jack Pagenkopf unter Zeitdruck einen schwierigen Dreier aus der Bedrängnis heraus. Und so ging es weiter: Bei Ehingen klappte in den ersten zehn Minuten offensiv fast alles. Krachende Dunkings von Ferenc Gille und Akim-Jamal Jonah, der sogar einen Dreier traf. Kevin Strangmeyer setzt da nach seiner Einwechslung noch einen drauf, traf aus der Distanz samt Foul und verwandelte den fälligen Bonus-Freiwurf zum Vier-Punkte-Spiel. 80 Sekunden vor dem Viertelende führten Reinboths Schützlinge mit 28:17.

Defensive Schwächen bei den Hausherren

Doch in der Defensive lief es nicht ganz so flüssig, vor allem unter dem Korb kam Kirchheim immer wieder zum Erfolg und ging deshalb nur mit einem 22:30-Rückstand in den zweiten Durchgang. Da brauchte es dreieinhalb Minuten und eine Auszeit, ehe Ehingen die ersten Punkte erzielte. Die Knights waren inzwischen auf 28:30 herangekommen und ließen sich nun nicht mehr abschütteln. Zwar verteidigten die Gastgeber zunächst die Führung, doch nach dem 43:38 durch Gille traf erst Karlo Miksic einen seiner beiden Freiwürfe, ehe Andreas Kronhardt sechs Punkte in Serie erzielte und den Gästen damit die 45:43-Halbzeit-Führung bescherte.
Die wechselte nach der Pause zwar dank fünf schnellen Punkten von Kameron Hankerson (48:45) noch einmal, doch danach übernahm Kirchheim mehr und mehr die Kontrolle über da Spiel. Vor allem, weil die Ehinger weiterhin kein Mittel gegen Kronhardt und Mahoney fanden, die unter dem Korb brandgefährlich blieben. Und wenn dem Duo dann doch mal der Weg versperrt wurde, traf Tim Koch von draußen.

Knights verteidigen clever die Führung

So schafften es die Knights, ab dem 50:48 fortan in Führung zu bleiben, auch wenn Ehingen nicht aufgab und bis in die Schlusssekunden kämpfte. Allerdings unterliefen den Hausherren in den wichtigen Phasen immer wieder Fehler oder sie wählten eine schlechte Wurf-Option, während sich Kirchheim eben auf die Durchsetzungskraft ihrer Center verlassen konnten. So gewann die Knights am Ende durchaus verdient und liegen weiterhin auf Playoff-Kurs.
Die Ehinger haben bereits am Freitag die Chance zur Wiedergutmachung. Dann kommt Heidelberg zum dritten Heimspiel in Serie.