Am Wochenende hebt Nadja Strähle ab. In Begleitung ihrer Familie geht’s für zehn Tage in den USA-Urlaub nach North Carolina. Mit dem kleinen Unterschied, dass ihre Eltern wieder zurückreisen werden, ohne ihre 18-jährige Tochter. Die zieht auf den Campus in eine Zweier-WG mit einer ungarischen Tennisspielerin und beginnt ihr Sportmanagement-Studium. Alles gepaart mit intensivem Tennis-Training, denn Nadja Strähle hat sich um ein Stipendium bemüht und damit um die Möglichkeit, ihr Hobby Tennis und das Lernen fürs Leben zu kombinieren. „Ich kann es noch gar nicht realisieren“, sagt Nadja Strähle, die selbstverständlich als junger Mensch etwas unsicher ist, weil sie nicht ahnen kann, was sie an einem völlig fremden Ort weit weg von zuhaus erwarten wird. Klappt das mit der Sprache, komme ich zurecht?

Kleiner Abschied vom TCE

Strähle hat sich erkundigt: Es dauert ein bis zwei Monate, sagen Freunde, bis man drin ist, dann gehe es mit der Verständigung schon ganz von alleine. Und so viel Sportstunden, wie sie an der Hochschule mit dem Uni-Team und den Trainern auf der acht Courts großen Anlage absolvieren wird, hat sie bislang noch nie. Das Programm wird heftig. Deswegen weiß die Teenagerin, die seit sie zehn Jahre alt ist beim TC Ehingen spielt, nicht, ob sie während der Semesterferien für ihren Heimatverein aufschlagen kann. „Es kann sein, wir spielen mit der Mannschaft ein Turnier oder ich mache Urlaub mit einer Freundin. Das wird man sehen“, meint sie gespannt.

Wo es beruflich hingehen soll, da ist sich die Blausteinerin noch nicht ganz sicher, das Studium Sportmanagement reize sie aber sehr. Ihr langjähriger Trainer Jiri Heinisch freut sich sehr über die Chance seiner Schülerin und ist sich sicher, dass sie in den USA ihren eigenen Weg gehen kann. „Sie ist das erste Eigengewächs des TC Ehingen, das ein Stipendium erhalten hat“, so der TCE-Cheftrainer stolz. Nadja Strähle (LK 4) stand vergangene Saison im Kader der Verbandsliga-Mannschaft und war Kapitänin der Juniorinnen. Der ganze Verein wünscht ihr für das Abenteuer „abroad“ viel Erfolg.