Lange war es eine Vision. Jetzt ist der Streetball-Platz mit drei „Full-Courts“, also sechs Streetball-Korbanlagen, Wirklichkeit geworden. Die beiden Visionäre Felix Pfeifer und Konstantin Konstantinidis können ihr Glück kaum fassen, wenn sie auf dem dunklen, noch frisch riechenden Teer stehen. „Wie auf einem Flughafen“ und „wie in den USA“ sind die Vergleiche, die die beiden Turnierorganisatoren mit stolzen Mienen ziehen.

Bis in zwei Wochen ist die Anlage fertig gestellt. Die Spielfeldlinien werden aufgetragen, sobald die Teerschicht ein paar Mal vom Regen „gewaschen“ wurde. Das Turnier-Logo soll in der Mitte in stylish weißer Farbe erstrahlen.  Schließlich kommen die Körbe dran. Dann kann das 6. Streetball-Turnier am 31. August steigen – so edel wie nie zuvor. Und dafür ist das Duo fast demütig dankbar. Vor allem der Stadt Ehingen, „die das mit uns mitgemacht und schließlich ermöglicht hat“, sagt Felix Pfeifer.

Platz mit Leben füllen

Ansonsten ist alles so, wie man es von dem Turnier kennt. Auf einen Korb geht es im Drei gegen Drei. Gezählt wird auf elf Punkte. Keine Schiedsrichter, keine Startgebühr, einfach nur spielen. Streetball ist die Urform von Basketball und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Im kommenden Jahr wird Streetball olympisch und dann wird es noch mal einen Schub geben. Wahrscheinlich auch für das Ehinger Turnier, das bislang das Limit bei 20 Teams setzte. „Jetzt könnten gleichzeitig zwölf Teams spielen“, meint Konstantinidis, dessen Augen leuchten, wenn er daran denkt, was auf dem neuen Platz los sein wird. Überlegt wird, ob man nur vier Körbe fürs Turniergeschehen beansprucht und zwei Äußere zum Aufwärmen nutzt. Das Areal auf dem Festplatzgelände bei den Wohnmobilstellplätzen bietet jedenfalls genug Raum für die Kirbehütten, den Wolfert-Essstand und die Chillout-Zone. Sogar der Mannschaftstruck vom Team Ehingen Urspring, das dem Turnier einen Besuch abstattet, kann dort parken. Übrigens eine gute Gelegenheit für Basketball-Fans, um die Spieler kennenzulernen und sich Autogramme zu holen. Marc Tobien alias DJ Toast legt die zu Streetball passende Musik auf. Im provinziellen Ehingen kommt man sich plötzlich vor wie bei einem Sportfest in einem amerikanischen Großstadtviertel.

Federnde Ringe

Bei der Wahl der Körbe haben Pfeifer und Konstantinidis große Sorgfalt walten lassen. An die stabilen Halterungen, die was aushalten, kommen große, massive Bretter. Die Ringe sind fein gefedert. „Das bringt mehr Qualität für das Spielgefühl“, sagt Pfeifer. Ein großer Vorteil ist, dass die Körbe in der Höhe verstellbar sind. So können auch Kinder die Anlage nutzen.

Die Größe der Anlage ermöglicht auch, dass das Turnier tendenziell rascher über die Bühne geht. Wenn das Event um 11 Uhr beginnt, könnte das Finale bereits 16 Uhr gespielt werden. Konstantinidis und Pfeifer freuen sich auf die Einweihung mit Bürgermeister Sebastian Wolf am Turniertag.

Keine Startgebühr, Bälle als Preise


Das Streetball-Turnier auf dem Festplatz in Ehingen findet meist mit 20 Teams statt, die im 3x3 auf einen Korb spielen. Für die 6. Auflage sind über die Hälfte der Startplätze belegt, anmelden kann man sich per Email an streetballehingen@gmx.de bis fünf Tage vor dem Turniertag (31. August). Die Teilnahme ist kostenlos. Coole Preise wie Bälle gibt es dennoch. hel