Tennis Stete Motivation beim TC Ehingen

Ehingen / Helen Weible 10.07.2018

Diese Niederlage schmeckte besonders bitter. Die erste Herrenmannschaft des TC Ehingen veror am Sonntag ihr Duell bei der TSG Backnang vor spärlicher Zuschauerkulisse mit 4:5 und musste damit wohl die Hoffnung auf den Klassenerhalt in der Württembergliga begraben. Karel Veckey an eins (6:3, 3:6, 9:11) und Jiri Heinisch an sechs (1:6, 6:2, 2:10) mussten jeweils ihr Einzel im Tie-Break abgeben. Auch beim Zweier-Doppel musste ein Tiebreak zur Entscheidung her; und Heinisch an der Seite des Sendeners Markus Bartosch unterlagen dem Duo Hepp/König (4:6, 6:4, 1:10).

„Eigentlich ging es ausgeglichen zu, darum ist es besonders schade“, sagt Heinisch, der in einer frühen Saison-Analyse feststellt, dass im Prinzip „alle Gegner machbar sind“. Aber nur, „wenn man den letzten Schritt geht“. Gerade in den entscheidenden Momenten habe seine Mannschaft nicht „das gewisse Etwas“ gezeigt, das sie vergangene Oberliga-Saison noch ausgezeichnet habe.

„Es verfolgt uns“, meint Heinisch. Schon am ersten Spieltag gegen Geroksruhe mussten die TCE-Herren eine knappe 4:5-Niederlage hinnehmen. Wenn sie gegen Geroksruhe und in Backnang gepunktet hätten, sähe es in der Tabelle ganz anders aus. Mit einer 2:2-Bilanz stünde man drei Spieltage vor Saisonende im Mittelfeld. Jetzt müssten für den Ligaverbleib Geroksruhe und Markwasen Reutlingen (beide 1:3-Bilanz) ihre Spiele verlieren – und Ehingen alle gewinnen.

Markwasen Reutlingen heißt der kommende Gast auf der TCE-Anlage und der stellt für Heinisch eine große Hürde dar. Aber auch gegen Leingarten zu Hause und in Böblingen gibt es keinen Spaziergang.

„Motivation ist bei uns noch genügend da“, betont Heinisch, man traue sich mindestens einen Sieg zu. Die Württembergliga ist ein Geschenk, und man wolle den Zuschauern in den verbleibenden zwei Heimspielen weiter super Tennis bieten. In seinenzehn Jahren im Verein beobachtet er eine gute Entwicklung. „Wir sind schon so weit, dass wir mit großen Vereinen mithalten können“, meint er auch mit Blick auf den 7:2-Sieg der „Zweiten“ gegen die Reserve des Mitglieder starken SSV Ulm 1846. Auch die Verbandsliga-Damen haben den traditionsreichen Hechingerinnen ein Schnippchen geschlagen. „Jetzt brauchen wir nochmal zehn Jahre, bis die Kinder und Jugendlichen nachrücken.“ Was dem Verein schon heute absolut gelingt, ist, zahlreiche Zuschauer anzulocken.

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