Es hätte keinen besseren Start ins Basketball-Jahr 2019 geben können. Das Team Ehingen Urspring feierte vor sechs Tagen beim Seriensieger Phoenix Hagen einen grandiosen Auswärtserfolg. Das 81:79 ist auch die Revanche für die 81:83-Niederlage am 14. Dezember, als der Titel-anwärter der 2. Bundesliga ProA noch knapp die Nase vorne behielt.

Domenik Reinboth ist sehr stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. „Es hat mich beeindruckt, was die Mannschaft 35 Minuten gezeigt hat, vor allem defensiv,“, sagte der Ehinger Trainer. Jetzt geht es heute Abend (19.30 Uhr auf airtango.live) zu Ralph Junges Falcons nach Nürnberg. In ihrer neuen Eventhalle beim Flughafen wollen die Tabellennachbarn zeigen, dass sie der jüngste 73:55-Sieg über Tübingen beflügelt hat.

Die Mittelfranken haben durch die Hallensituation in der Vorrunde zwei Spiele weniger als Ehingen absolviert; stehen im Klassement aber dennoch direkt hinter Junges Ex-Klub auf Platz neun. Was Reinboths Spieler jetzt beherzigen müssen, ist, „weiter Konstanz und Wille zu zeigen“, so Reinboth. Er wünscht sich eine Wiederholung der grundsoliden Verteidigungsleistung vom Hagen-Spiel. „Ich sehe uns auf Augenhöhe, wobei Nürnberg einen leichten Vorteil mit den eigenen Fans im Rücken hat.“

Steeples unverändert

Alle Ehinger Spieler sind prinzipiell an Bord. Nur bei Kevin Strangmeyer ist ein Einsatz noch offen. Er ist einer der USA-Rückkehrer, den die Grippe erwischt hat. Tanner Leissner hat den Cut am Auge gut weggesteckt. Die Steeples gehören zu den Mannschaften in der ProA, die keine Nachverpflichtungen getätigt haben. Warum auch? Das vorhandene Personal ist nicht nur von Verletzungspech verschont, sondern auch in Einstellung und Qualität konstant geblieben.

Nürnberg hingegen musste für den an der Hand verletzten Kapitän Sebastian Schröder Ersatz finden. Mitte Dezember stieß der US-Shooting Guard Juwan Parker dazu. Er hat sich gut ins Teamgefüge um Marcell Pongo und Co. integriert. Nach langer Verletzungspause kann Junge auch wieder den ehemaligen Ulmer Akteur Marvin Omuvwie aufs Parkett schicken. „Das ist wichtig für die Tiefe in der deutschen Rotation“, schätzt auch Reinboth, der durch den Ausfall von Schröder nichtsdestotrotz eine Kaderschwächung erkennt.

Schon beim 90:77-Hinspielsieg diese Saison machte das Team Ehingen Urspring eine gute Figur. Ein bis zum Schlussviertel umkämpftes Duell entschied das „Team in Green“ mit einem starken Endspurt. Diesmal dürfte es deutlich enger zugehen, da Trainerfuchs Junge seine Mannschaft besser eingestellt hat.