Basketball Steeples zu Gast beim Tabellen-15.

Das Hinspiel gegen Hanau entschieden die Steeples (Seger Bonifant mit Ball gegen Dorian Pinson) klar mit 91:67 für sich.
Das Hinspiel gegen Hanau entschieden die Steeples (Seger Bonifant mit Ball gegen Dorian Pinson) klar mit 91:67 für sich. © Foto: Emmenlauer/Archiv
Hanau/Ehingen / Helen Weible 09.02.2019

Weiße Flügel, wie im Hanauer Vereinslogo, gehören zu Schwänen. Die großen Vögel sind als Namensgeber im Basketball auch nicht ganz falsch – schließlich gibt es „Flügelspieler“ und manch einer scheint beim Dunking Richtung Korb zu segeln. Die White Wings Hanau haben dennoch ein unergründliches Geheimnis: Das Maskottchen namens „WhiWi“ ist kein Schwan, sondern ein Biber. Sein Bau ist die gut 1500 Zuschauer fassende Main-Kinzig-Halle und dieser Biber ist der beste Freund der Dunking Swans, dem Hanauer Fanclub.

Aber jetzt zum Gegner, der hinter diesem nie zu lösenden Maskottchen-Rätsel steckt. Das Team Ehingen Urspring bekommt es heute Abend (19 Uhr/Stream auf airtango.live) mit einer Mannschaft zu tun, die zuletzt nach schweren Monaten richtig heiß gelaufen ist. Die White Wings landeten beim hochfavorisierten Topteam Gladiators Trier einen Kantersieg. Laut Trainer Simon Cote war es „das beste Spiel in dieser Saison“. Beim 95:55-Erfolg habe man erstmals „im kompletten Spielverlauf als Mannschaft zusammengespielt“. Das sei es endlich gewesen, was der Coach von Luquon Choice und Co. sehen wollte. Überhaupt: Die letzten vier Spiele waren nicht von schlechten Eltern. Mit den sofort gut einschlagenden Neuzugängen Jarekious Bradley und Bryan Smithson gelang erst ein 74:64-Heimerfolg gegen Heidelberg und dann ein 82:76 in Hagen. Auf die knappe Niederlage gegen Paderborn vor zwei Wochen folgte nun die entsprechend überzeugende Antwort gegen Trier.

Surreale Tabellenposition

Hanau auf Tabellenplatz 15? Eigentlich unglaublich! Denn man muss sich zudem rückblickend vor Augen halten, dass die Hanauer Basketballer in der vergangenen Saison mit dem letzten Haupt­rundensieg über Ehingen den Einzug in die Playoffs geschafft hatten. Zwar waren die Mainstädter gegen Crailsheim in der Playoffs-Viertelfinalserie ziemlich klar mit 0:3 ausgeschieden. Doch hätte man sich bei den White Wings in der laufenden Saison mehr erhofft, als mit 15 Niederlagen aus 21 Spielen als Vorletzter der ProA-Tabelle und mit dem Rücken zur Wand um den Klassenerhalt zu kämpfen.

Die Steeples hingegen präsentieren sich als rundum funktionierende Einheit und feierten zuletzt mit dem 88:76 über den FC Schalke 04 den zwölften Saisonsieg und damit den Ligaverbleib – und wollen mit der gewonnenen Sicherheit und dem Wissen, dass sie es können, so weiter machen. Sicherlich sind die Steeples vor eigenem Publikum besonders souverän. Als Gast weisen sie eher eine gemischte Bilanz auf; das Team Ehingen Urspring hat bislang in fremder Halle vier Spiele gewonnen und sechs verloren. Trainer Domenik Reinboth weiß, dass sich seine Mannschaft auch auswärts gut verkauft. „Wir haben es schon ein paar Mal gezeigt, dass auch auswärts mit uns zu rechnen ist. Wir gehen hochkonzentriert in dieses Spiel. Ich denke, gegen dieses Team, das sich für Trier zuletzt als schwerer Klotz erwiesen hat, wird es richtig spannend.“

Der Plan ist, mit einer überschaubaren Zehner-Rotation hin- und mit einem Sieg wieder zurückzufahren. Die Trainingswoche war gut verlaufen. Einzig eine Grippewelle hat den ein oder anderen „ein bisschen, aber nicht ernsthaft“ geschwächt, so Reinboth zuversichtlich. Wer von den Nachwuchsspielern mitfährt, das wollte der Coach am Freitagabend nach dem Abschlusstraining entscheiden.

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