Basketball Steeples verlieren in Hamburg hoch

Konsequent Probleme bereitete den Ehingern in Hamburg Andrew Barham, der wie Justin Raffington am häufigsten zum Korberfolg kam.
Konsequent Probleme bereitete den Ehingern in Hamburg Andrew Barham, der wie Justin Raffington am häufigsten zum Korberfolg kam. © Foto: Michael Schwartz Sportphotos
Hamburg / Helen Weible 10.11.2018

Kein schöner Start in den ProA-Doppelspieltag, aber am Ende müssen sich die Ehinger Basketballer eingestehen, dass Hamburg schwer zu knacken ist. Vor allem wenn selbst kaum ein Drei-Punkte-Wurf gelingen will. Das Team Ehingen Urspring verlor in der ausverkauften Wilhelmsburger Halle klar und deutlich mit 81:105 (46:32) und muss nun hoffen, wenigstens am Sonntag gegen Hanau zu punkten.

Der Aufstiegsaspirant aus der Hansestadt hatte seine Festung bislang gegen viele Teams beeindruckend verteidigt und das sollte auch gegen den Außenseiter so bleiben. Ehingen wollte den Favoriten über sein schnelles Spiel und eine hochprozentige Wurfquote ärgern. Aber nichts funktionierte gestern Abend so recht. Die Norddeutschen hingegen hatten keine Mühe, einfache Würfe zu kreieren und die Ehinger Verteidigung zu überlisten. Beispielhaft für die überlegene Offensive der Hamburger stand ein ehemaliger Urspringschüler: Justin Raffington versenkte einen Ball nach dem anderen in den Reusen. Der Center führte die Ehinger mit seinen 26 Punkten und seiner Dominanz am Brett geradezu vor. „Wir haben in der Verteidigung zu viel zugelassen und freie Würfe nicht getroffen, die wir sonst machen. Am Sonntag wollen wir vor unseren großartigen Fans wieder gewinnen“, sagte Tanner Leissner.

Ehingen gibt nicht auf

Die Partie begann temporeich und mit einfachen Körben auf beiden Seiten. Nach drei Minuten lag Hamburg 10:6 vorn, da schloss Seger Bonifant verheißungsvoll mit einem Dreier zum 10:9 ab. Doch im weiteren Verlauf sollte er seine Stärke nicht mehr ausspielen können. Die Gastgeber behielten nach zehn Minuten mit 25:17 die Nase vorn.

Kleinere Läufe und wenig Korberfolge prägten das zweite Viertel. Die Steeples holten einen zweistelligen Rückstand zwischenzeitlich wieder etwas ein (37:29/17.), doch die Towers bauten ihren Vorsprung genauso schnell wieder aus. Beim Blick auf den Halbzeitstand (46:32) und die Statistik war Ehingen klar, dass jetzt dringend Punkte her mussten, um Schritt zu halten.

Doch leichter gesagt, als getan. Einem hohen Rückstand stetig hinterherzulaufen, war anstrengend. Vor allem, wenn Raffington immer und immer wieder in der eigenen Zone auftauchte. Beim 66:40 rief Trainer Domenik Reinboth seine Jungs zu sich (24.). Die Gäste schienen überfordert. Einzig Kevin Yebo trat mit guten Szenen in Erscheinung. Ansonsten überstrahlten Raffingtons Dunkings alles. Als es 73:57 vor dem Schlussviertel hieß, glaubte kaum mehr jemand an eine Wende. Und obwohl Ehingen mit einem 7:0-Lauf startete und auf 75:66 herankam, sollte sich Hamburg auch diesen Heimsieg jenseits der Hunderter-Marke nicht mehr nehmen lassen.

Revanche in der JVG-Halle

Jetzt kommt Hanau nach Ehingen. Die Mannschaft, die zum Ende der vergangenen Saison auch mit über 100 Punkten in der JVG-Halle triumphiert hatte. Umso mehr brennen die Steeples jetzt auf die Revanche. Am Sonntag (17.30 Uhr) ist Sprungball gegen die White Wings mit dem Ex-Urspringer Kalidou Diouf. Karten gibt es noch an der Abendkasse.

Die Partie in Zahlen

Endstand: 105:81 (46:32)
Viertelstände:
25:17, 21:15, 27:25, 32:24
Für Team Ehingen Urspring spielten: Yebo, Bonifant, Leissner, Simmons, Monteroso, Otto, Uhl, Hasbargen, Strangmeyer.

Meiste Punkte Ehingen: Ray Simmons (18), Kevin Yebo, Seger Bonifant (je 15).
Meiste Punkte Hamburg: Justin Raffington (26), Andrew Barham 23, Tevonn Walker (13).
Rebounds: Yebo (6)
Assists: Simmons (6).
Zweierquote Ehingen: 32:52 (62 %)
Zweierquote Hamburg: 30:48 (63 %)
Dreierquote Ehingen: 3/16 (19%)
Dreierquote Hamburg: 9:25 (36 %)
Turnover: 14:15
Steals: 9:11

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel