Die Handballer der TSG Ehingen wollen im neuen Jahr da weiter machen, wo sie im alten aufgehört haben. Mit zwei beeindruckenden Siegen vor den Weihnachtsferien (32:25 beim HV Rot-Weiß Laupheim II und dem 27:22 gegen Tabellenführer TG Biberach II) hatten sich die Schützlinge von Trainer Winfried Biberacher in eine längere Pause verabschiedet. Am morgigen Samstag will der Tabellensechste der Bezirksliga Bodensee-Donau die Erfolgsserie fortschreiben. Die Partie in Vorarlberg beim Tabellenletzten HcB Lauterach am Samstag um 18 Uhr steht allerdings unter keinem guten Stern.

Hausaufgaben nicht gemacht

Denn schon zu Beginn der Vorbereitung in der zweiten Januar-Woche stellten sich einige negative Aspekte ein. Trainer Winfried Biberacher hatte im Training nicht alle Spieler zur Verfügung. „Mangels Personal konnten wir keine Vorbereitungsspiele austragen”, sagt Biberacher, „auch ein Trainingslager musste ich absagen.” Noch dazu seien die von ihm gestellten individuellen Hausaufgaben wie Laufen und Krafttraining nicht ganz gemacht worden, wie ein Test ergeben habe. „Zu allem Übel hat sich Manuel Latinovic einen Finger ausgekugelt”, sagt Biberacher. Latinovic dürfte am Samstag ausfallen. Ob Simon Klug zur Verfügung steht, ist offen. Fraglich ist ferner, wann Torhüter Daniel Geyer wieder zum Team stößt. Oskar Bachner klagte über Fußprobleme, Nico Dietz zwickt’s an der Wade, aber beide dürften jedoch einsatzbereit sein. Bachner ist aus dem Rückraum gefordert, Dietz und Tim Biberacher sollen in der Mitte agieren, wobei Dietz vor allem seine Stärken in Eins-gegen-Eins-Situationen ausspielen soll.

Hinzu kommen im ersten Spiel 2019 psychologische Momente. Zum einen bekommen es die Ehinger mit dem Schlusslicht der Liga zu tun, zum anderen hat die TSG das Heimspiel gegen Lauterach Anfang Oktober mit 40:20 für sich entschieden. Aber die Vorarlberger sind noch nicht abgestiegen und wollen sich für die deftige Abreibung revanchieren. Die Lauteracher, die sich schon seit einer Woche wieder im Spiel-Modus befinden, verloren am vergangenen Samstag das Derby gegen Bregenz II nur knapp mit 18:20. Auch davon sollten sich die Ehinger nicht blenden lassen. Vor allem sollte die TSG den Gastgeber nicht unterschätzen.

Die Voraussetzungen für einen gelungen Rückrundenstart der Ehinger sind also alles andere als optimal. Für Biberacher gilt das Prinzip Hoffnung: „Wir wollen das Beste daraus machen.”

Sein voraussichtlicher Kader für das schwerste Spiel überhaupt sieht so aus: Tristan Klein, Johannes Reichle – Rainer Mall, Matthias Kneer, Nico Dietz, Oskar Bachner, Tim Biberacher, Marvin Korth, Philipp Drenovak, Simon Klug, Manuel Latinovic (Letztere beide mit Fragezeichen).