Ehingen / Helen Weible  Uhr
Das Team Ehingen Urspring erwartet im womöglich letzten Heimspiel der ProA-Saison Trier. Ersatzgeschwächt auf den Außenpositionen will das Team das Beste daraus machen.

Für einen Saison-Rückblick ist es noch zu früh. Das Team Ehingen Urspring könnte ja noch in eine Verlängerung gehen. Doch die Verantwortlichen blicken schon jetzt mit reichlich Genugtuung auf 28 Zweitliga-Spiele zurück. 28 Spiele, in denen diese Basketball-Mannschaft Begeisterung ausgelöst hat und gezeigt hat, was man mit geringen Mitteln möglich machen kann. Ehingen ist die Überraschungsmannschaft der ProA-Saison und das nimmt den Spielern und dem Umfeld erst mal niemand mehr weg. Egal, wie das letzte Heimspiel der Haupt­runde am Freitag (19.30 Uhr) gegen Trier ausgehen wird.

Bonifants Einsatz ungewiss

Die Teilnahme an den Playoffs ist im Bereich des Möglichen. Das Erreichen gestaltet sich aber ungleich schwerer als noch vor ein paar Wochen. Nicht nur, weil auch die Konkurrenz nicht schläft (siehe Infokasten). Auch deshalb, weil das Verletzungspech bei den Steeples zugeschlagen hat. Für Tim Hasbargen bedeutet die in Rostock zugezogene Verletzung das Saison-Aus. „Gerissen sind zwei Außenbänder und ein Innenband am Sprunggelenk. So etwas dauert vier bis sechs Wochen“, sagt Chefcoach Domenik Reinboth. Damit ist seine Mannschaft auf den Außenpositionen unterbesetzt. Auch die Nachwuchsspieler, die als Shooting Guards in Frage kämen, sind derzeit außer Gefecht. Am ehesten einsatzfähig ist Tim Martinez nach einer Gehirnerschütterung, Lucas Loth (Knieprobleme/Abitur) und Dejan Puhali (Magendarminfekt) sind raus.

Der Trainer hofft bei Seger Bonifant auf eine Wunderheilung. Den sicheren Dreierschützen habe es zwar nicht schwerwiegend am Knöchel erwischt. Aber man müsse von Tag zu Tag schauen. Die letzte Einschätzung des Arztes lautet: „Eher nein.“ Hier spielt der ungewöhnliche Freitagstermin den Steeples nicht gerade in die Karten.

Wie also in dieses letzte Heimspiel der Hauptrunde gegen ein Topteam gehen, das keine Personalsorgen hat? Die Gladiators kommen mit fünf Siegen in Folge in die JVG-Halle und haben als Sechster das Playoff-Ticket auch noch nicht gebucht. „Wir haben im Grunde wenig zu verlieren“, meint Reinboth, „es braucht viel Kampf und Konzentration. Wir müssen aus dem bisher Geleisteten unsere Energie ziehen.“ Allein die Tatsache, dass man Trier punktgleich gegenüber stehe, sei der Verdienst einer tollen Saison. Vor Wochenfrist habe die Mannschaft unter Beweis gestellt, was sie auch mit kleinem Kader imstande ist. Wieso nicht noch einmal so gegen die Zwölf-Mann-Rotation des Konkurrenten?

Publikum darf sich freuen

Zuschauer, die am Freitagabend in der Halle am Vanotti-Gymnasium sind, dürfen auf einen besonderen Gast gespannt sein. Vielleicht ahnt ja der ein oder andere, um wen es sich handelt.

Rechenspiele zum ProA-Endspurt

Mögliche Szenarien Ehingen steht sicher in den Playoffs, wenn ...
... es gegen Trier gewinnt.
... es verliert und gleichzeitig Karlsruhe (gegen Heidelberg) verliert.
... es verliert und Hagen (gegen Rostock) verliert und am letzten Spieltag die Korbdifferenz besser ist. Aktuelle Korbdifferenz spricht mit 110:87 für Ehingen. Am letzten Spieltag tritt Ehingen in Kirchheim an, Hagen in Heidelberg und Karlsruhe in Trier.  hel