Heidelberg / Helen Weible Die Basketballer vom Team Ehingen Urspring unterliegen den Academics Heidelberg im dritten Spiel der Playoffs-Serie mit 64:89 deutlich. Einen Abschied gibt es am Sonntag in Ehingen.

Das war es für das junge Team Ehingen Urspring. Die ProA-Saison ist mit einer dritten Niederlage im dritten Spiel der Playoffs-Viertelfinale gegen Heidelberg zu Ende gegangen. Das Duell in der Halle am Olympiastützpunkt war das mit dem deutlichsten Verlauf. Mit 64:89 mussten sich die Ehinger Basketballer klar geschlagen geben, nachdem es in Spiel eins noch enger zugegangen war (66:75). Rasch mussten die Ehinger sich eingestehen, dass gegen diesen Gegner wenig auszurichten war. Philipp Heyden, der Heidelberger Kapitän, war wieder in den Kader gerückt. Und obwohl er nicht zur Start-Fünf gehörte, verbuchte er am Ende die meisten Korberfolge (18 Punkte). Aus Ehinger Sicht überzeugte besonders Daniel Monteroso, der ehemalige Footballer – es sollte sein spezieller Dank an die Zeit mit dem „Team in green“ sein.

Stärkste Defensive der Liga

Viele Fans waren ein zweites Mal nach Baden mitgereist und hatten die Überraschungsmannschaft dieser ProA-Saison lautstark unterstützt. Doch sie mussten bereits in den ersten Minuten mit ansehen, wie Heidelberg den Gegner zu Distanzwürfen zwang, die in den meisten Fällen nicht ihr Ziel fanden. Nach einem 5:5 und 7:7 verschafften sich die Hausherren über Shyron Ely und Niklas Würzner einen Vorteil zum 15:9. Bis zur ersten Gäste-Auszeit hatten Gianni Otto und RayShawn Simmons verworfen. Simmons verkürzte zwar noch zum 19:14, aber die Gastgeber profitierten schon hier von einer besseren Quote im Abschluss. Auch im zweiten Viertel fanden die Steeples nur selten Lücken gegen die stärkste Defensive der Liga. Frenkie Ignjatovics Team nutzte jede Gelegenheit und zog auf 34:23 (16.) auf und davon. Trainer Domenik Reinboth ärgerte sich sehr und kassierte ein Technisches Foul. Als es mit 39:25 in die Pause ging, stand Kevin Yebo perplex auf dem Feld – fassungslos und ratlos.

Ehingen hat sich die Sommerpause verdient.

Wie ankommen gegen ein Team, das einfach alles richtig macht und dann auch noch fehlerlos? Das Team Ehingen Urspring probierte es beherzt weiter. Den zweistelligen Abstand (48:33/25.), den sich die Heimmannschaft erarbeitet hatte, vermochte man aber nicht mehr einzuholen. Auch wenn sich Monteroso in Abschnitt drei mächtig ins Zeug legte – 18 Punkte hatte er bis zum Schlussviertel erzielt. Hier wollte sein Team mit einem schnellen Angriff noch einmal die Heidelberger Abwehr aufwirbeln – vergebens. 70:48 hieß es auf der Anzeigetafel und noch sieben Minuten. Yebo stieg zu einem sicheren Korbleger hoch, doch verlegte ihn. Bezeichnend für das Spiel. Die Ehinger ergaben sich dem stärkeren Hauptrundenzweiten, der es verdient hat, nun im Halbfinale den Nürnberg Falcons gegenüberzustehen. Alles in allem hat sich Ehingen die Sommerpause verdient.

Abschied Zum Saisonabschluss lädt das Team Ehingen Urspring alles Fans am Sonntag (17 Uhr) ins Foyer der JVG-Halle ein. Es wird eine Trikotversteigerung geben, Autogramme und Erinnerungsfotos natürlich inklusive.

So spielten sie:

Heidelberg – Ehingen Urspring

89:64

Viertelstände: 23:16, 16:9,
22:18, 28:21.
Punkte: Monteroso 22, Leissner 11, Simmons 9, Bonifant 7, Yebo, Uhl, Strangmeyer je 5, Otto 0.
Meiste Punkte Heid.: Heyden 18.
Meiste Rebounds: Oppland 9 – Monteroso 7.
Meiste Assists: Simmons 6 – Smith, Würzner je 5.
Zweierquote Ehingen: 16:33 (48%)
Dreierquote Ehingen: 6:21 (29%)
Turnover (Heid – Ehi): 5:12