Winfried Biberacher hatte es schon vorher geahnt, dass die Partie beim österreichischen HcB Lauterach seine Mannschaft vor große Probleme stellen wird – er sollte Recht behalten. Die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen unterlagen beim bisherigen Schlusslicht klar mit 21:27 (9:14).

„Das Traurige ist, dass wir vor Weihnachten zwei Bomben-Spiele machen und jetzt, wenn es dumm läuft, bald unten drin stecken“, blickte der Trainer nach der alles andere als ideal verlaufenen Vorbereitung mit vielen Verletzten und Absenten in der Winterpause auf die nächsten Wochen. Noch beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze allerdings sechs Punkte, die TSG steht mit ausgeglichenem Konto im Mittelfeld der Tabelle.

Dabei hatte in Lauterach die Rumpftruppe von Winfried Biberacher, darunter einige angeschlagene oder noch nicht wieder vollständig fitte, einen guten Start erwischt: Tim Biberacher und der mit zehn Treffern erfolgreichste Ehinger Werfer Oskar Bachner brachten die Gäste 2:0 in Front. Den Vorsprung baute die TSG bis zur 8. Minute auf 6:2 aus. Doch danach kehrte der Schlendrian ein, viel zu viele Einwurfmöglichkeiten wurden zu leichtfertig oder zu ungeduldig vergeben, anstatt Spielzüge kosequent zu Ende zu spielen. „Wir haben bestimmt 18, 19 Würfe verballert.“ Dazu ließ die Abwehr den Gegnern zu viel Raum, machte es den Lauterachern einfach. Da hatte es der gut haltende Johannes Reichle im Tor, der durch spielte, häufig schwer. TSG-Trainer Biberacher stellte bei seinem Team fehlende Frische fest, „wenn man schon nach 20 Minuten den Ball im Stand annimmt...“

Die Gastgeber holten Tor um Tor auf, glichen in der 12. Minute erstmals beim 7:7 aus und gingen zwei Minuten später 9:7 in Führung. Eine Auszeit von Winfried Biberacher brachte nur einen kurzen Effekt, dem Trainer fehlten die Alternativen auf der Bank. „Sobald ich umstellen und verschieben musste und Spieler nicht auf ihrer angestammten Position einsetzen konnte, haben wir Probleme bekommen.“ Nico Dietz schleppte sich trotz Blessur länger als geplant durchs Spiel, Tim Biberacher knickte zweimal um, konnte am Ende gar nicht mehr spielen.

Mit der Pausensirene traf Lauterach zum 14:9 und baute seinen Vorsprung bis zu 41. Minute auf 18:11 aus. Zwar kämpfte sich die TSG Mitte der zweiten Halbzeit noch zweimal bis auf vier Tore heran (14:18/44., 15:19/46.), doch danach ging nicht mehr viel.

Trotz seines derzeit kleinen Kaders ist es Winfried Biberacher gar nicht so recht, dass die TSG am kommenden Wochenende schon wieder spielfrei ist: „Uns fehlt der Spielrhythmus.“ Denn schon in der Vorbereitung konnten aufgrund des Personalmangels keine Testspiele ausgetragen werden.