Ulm Münster war Symbol

Ulm / SWP 04.08.2014

Im Ulmer Stadthaus ist die zweite Etappe der Ausstellung zum Münsterturmjubiläum 2015 gestartet worden. Das Thema lautet dort "Selbstverwirklichung." Die Ausstellung setzt sich mit der Vollendung des Ulmer Münsters nach Fertigstellung des Hauptturms 1890 auseinander - und vergleicht diese mit der ersten Münsterfeier 1877 zum 500. Jahrestag der Grundsteinlegung, Teil eins der Ausstellungsreihe im Stadthaus-Untergeschoss. Die Reihe zeigt, wie die Ulmer in den vergangenen Jahrzehnten jeweils ihre Münsterjubiläen gefeiert haben. Bis Ende November folgen noch vier weitere Teile.

Die Ausstellungsmacher um Kuratorin Dr. Catherine Nichols folgen damit einer Art "Fortsetzungsroman". Das Finale im Januar 2015 widmet sich unter dem Titel "Weitblick" dann rechtzeitig dem aktuellen Münsterjubiläum "125 Jahre Turmvollendung".

1890 erlebten die Ulmer die lang ersehnte Vollendung als Moment nicht nur lokaler Selbstverwirklichung. Auch auf nationaler Ebene wurde die Arbeit am Münster als Symbol der sich seit 1871 entwickelnden Reichsherrlichkeit erwartungsvoll beobachtet. Als die Fertigstellung absehbar wurde, war klar, dass die Feierlichkeiten prächtiger und populärer als 1877 werden mussten. Anhand von 100 Exponaten werden jetzt die beiden Jubiläen dargestellt, mit Bildern, Andenken, Werkzeugen, Modellen, Kostümen, Katalogen und Briefen. Auch Audiostationen sind in der Ausstellung mit eingebaut.