Leichtathletik Mit Freude höher, weiter und schneller

Dettingen / Renate Emmenlauer 17.07.2018

Ein fröhlicher Trubel herrschte gestern Vormittag im Ehinger Stadion. Das hatte einen guten Grund: Die Abteilung Leichtathletik der SG Dettingen  und der Württembergische Leichtathletikverband (WLV) hatten unter dem Motto „WLV Kinderleicht-Athletik vor Ort“ zu einem besonderen Sporttag eingeladen.

Mit von der Partie waren die Grundschulen aus Berg, Rottenacker und vom Alten Konvikt in Ehingen mit 18 Schulklassen und mehr als 300 Schülern. Am Rande des Stadionrunds standen die Lehrer und Eltern. Die angehenden Leichtathletik-Cracks hatten neun Stationen zu bewältigen, die wegen der großen Anzahl der Teilnehmer alle in doppelter Ausführung aufgebaut waren. So durften sich die Mädchen und Jungs im Weitsprung, Stabhochsprung, Hürdenlauf, Sprint, Biathlon, Werfen und in mehreren Koordinations-Parcours austesten. Jeder hatte zwei Versuche, von denen das bessere Ergebnis von den Betreuerinnen notiert wurde. Wobei keine Wertung stattfand.

„Das soll heute kein Wettkampf sein, nur ein Ansporn, den Kindern mehr Zugang zur Leichtathletik zu verschaffen“, sagte Siegfried Fieder, Abteilungsleiter Leichtathletik der SG Dettingen. Damit sich die Kinder in dem Gewusel zurecht fanden, war jede Station mit einem Maskottchen gekennzeichnet, das die Schüler als Klebebildchen auf ihre einheitlichen T-Shirts bekamen. „Das macht riesigen Spaß. Mit so vielen anderen Schülern haben wir noch nie Sport gemacht. Und alle sind super gut drauf“, schwärmte eine Mädchengruppe, die sich gerade zum Weitsprung angestellt hatte. Sie berichteten sichtlich stolz, dass sie zuvor schon beim Hürdenlauf die Nase vorn gehabt hatten vor den Jungs.

Spürbar kam der Leichtathletik-Sporttag reihum gut an. Oberbürgermeister Alexander Baumann betonte bei seiner Begrüßung: „Hier sind Sport und Spaß garantiert. Das ist eine großartige Aktion.“ Er bedankte sich bei den Lehrern und Eltern sowie bei der SG Dettingen als Organisator mit gut einem Dutzend Helfern. Mitgeholfen hatten auch Schüler aus der neunten Klasse des Ehinger Johann-Vanotti-Gymnasiums.

Rene Stauß als Vorbild

Als leuchtendes Vorbild mit einer bemerkenswerten Leichtathletik-Karriere bezeichnete Baumann den WLV-Koordinator Rene Stauß. Der Zehnkämpfer habe auf nationaler und internationaler Ebene schon beachtliche Erfolge erzielt. „Und er war auch schon als Sportler im Ehinger Stadion“, fügte Baumann an.

Die Mädchen und Jungs, ebenso auch die Betreuer hatten einen Heidenspaß bei der Aufwärmgymnastik mit Musik und den WLV-Damen Maximiliane und Maike. Weil Sport auch hungrig und durstig macht, gab es reichlich Verpflegung. Und jeder Schüler wurde fürs Mitmachen mit einer kleinen Nascherei belohnt.

Nach den Worten von Rene Stauß, Sportwissenschaftler, Bildungsreferent und Leiter des Projekts „WLV vor Ort“ sei die Zielsetzung der Aktion, Kinder wieder mehr für den Leichtathletiksport zu begeistern. „Wir wollen den Kindern, Lehrern oder auch Übungsleitern aufzeigen, dass Leichtathletik nicht langweilig sein muss. Vielleicht wird die eine oder andere Variante in den Schulsport oder im Verein integriert.“ Unter dem Dach des WLV finden jährlich zehn dieser Veranstaltungen statt, zu denen sich Vereine als Ausrichter bewerben können. Ehingen war die letzte Station.

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