Ehingen / Helen Weible Die Ehinger ProA-Spieler wirken bei der Verabschiedung müde. Die Strapazen der letzten Wochen hinterlassen Spuren. Tanner Leissner bringt die Stimmung auf den Punkt.

Tanner Leissner, erst 23 Jahre, in seiner ersten Basketball-Saison „abroad“, also im Ausland, hat das Ausscheiden seines Team Ehingen Urspring in der ProA schon gut verarbeitet und bringt es mit passender Wortwahl auf den Punkt. „Es ist ein bittersüßes Ende, aber mit so einer Saison sind wir super zufrieden. Wir sind zu einer tollen Truppe zusammengewachsen. Ich werde die Zeit hier nie vergessen.“

Die letzten Wochen glichen einer Fastenzeit, denn gerade in den Playoffs fehlten wichtige Spieler verletzt. Tim Hasbargen, Sprachrohr des Teams, musste wegen einer Sprunggelenksverletzung ganz passen. Seger Bonifant setzte im ersten Spiel in Heidelberg aus. „Ohne die war es schwer“, sagte der stets lächelnde Texaner mit dem Spitznahmen Terminator. Beim Abschied spürten die Steeples die 33 Spiele in den Knochen, wirkten sichtlich müde und kränkelten leicht. Dominique Uhl war ruhiger als sonst, Kevin Yebo hatte eine Schnupfennase und wenig Lust auf Smalltalk, Gianni Otto sprach mit heiserer Stimme. „Wir bleiben in Kontakt“, sagte Otto, auf die Frage, was jetzt komme. Aufbauspieler-Kollege Ray­Shawn Simmons wird er im Sommer in den USA wiedersehen. Nachdem Simmons die meisten Korbvorlagen in Europa auflegte, wird er attraktive Angebote bekommen, genauso Seger Bonifant und Kevin Yebo. Zu schön wäre es, wenn man den gereiften Leissner hierbehalten könnte.

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