Basketball Kontern von der Dreierlinie

Dan Monteroso sorgt für Pepp in der Zone.
Dan Monteroso sorgt für Pepp in der Zone. © Foto: Emmenlauer
Paderborn/Ehingen / Helen Weible 01.12.2018

Der Tabellenfünfte hat es gar nicht so leicht. Plötztlich gilt das Team Ehingen Urspring als Überraschungsteam der ProA und Kevin Yebo, Ray Simmons und Seger Bonifant werden gefürchtet. Auch in der Maspernhölle Paderborns ist man gewarnt. Uni-Baskets-Trainer Uli Naechster hat Respekt vor der Mannschaftsleistung und der individuellen Stärke: „Das sind alles Spieler, die jederzeit zweistellig punkten und auch Double-Doubles erzielen. Da müssen wir in der Defensive aufmerksam sein.”

Für die Zweitliga-Partie am heutigen Samstagabend um 19.30 Uhr (Stream über airtango.live) spielt den Gastgebern aber ein Aspekt in die Karten. Sie sind eine heimstarke Mannschaft und die Steeples haben erst einen Sieg in der Fremde gelandet (102:80 in Baunach). Die Uni Baskets liegen mit einer 5:6-Bilanz auf Rang neun und könnten bei einem Erfolg in dieser engen Liga locker an den Ehingern (6:5) vorbeiziehen. Es geht also um einiges in diesem Spiel. Ein Ehinger Sieg könnte einen komfortablen Abstand zu den Abstiegsrängen schaffen. Wichtig wäre das vor allem auch mit Hinblick auf den darauffolgenden Spieltag, an dem der Tabellenführer Chemnitz nach Ehingen kommt.

Domenik Reinboth, Ehingens Coach, weiß, worauf es ankommen wird. In elf Begegnungen hat man gesehen, dass man am besten seinen Gameplan durchzieht und sich nicht von seinem (erfolgreichen) Konzept abbringen lässt. „Wir müssen dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, sagt er daher und auf keinen Fall sollte man sich in brasilianisch wilder Manier den Ball zuwerfen wie es im Schlussviertel gegen Kirchheim passiert ist.

Beim Süd-Gipfel, der mit 86:84 gewonnen wurde, war in den letzten zehn Minuten nicht nur ein Kräftemanko der Hausherren zu erkennen. Reinboths Mannschaft vertat sich auch einige Möglichkeiten, indem sie „zu kleinlich und unsauber“ agierte. „Und Kirchheim hat in dieser Phase irre Würfe getroffen, so gleitet einem das Spiel schnell aus der Hand“, so Reinboth. Den Faktor Müdigkeit habe seine Mannschaft in den freien Tagen erfolgreich bekämpft. Eine erholsame Einheit im Bad Blau gehörte dazu.

Unter Dauerbeschuss

Die Rheinländer, die in dieser Saison nichts mehr mit dem alten Team zu tun haben, präsentierten sich bisweilen besonders stark aus der Distanz. Gegen Paderborn steht jedes Team quasi unter Dauerbeschuss. 322 Mal haben sie schon jenseits der 6,75-m-Linie auf den Korb gezielt und davon 119 Dreier getroffen. Zum Vergleich: Ehingen schoss 255 Mal und landete 91 Treffer.

Im Ranking der Korbvorlagen, das Ehingen mit 28,8 anführt, sticht Paderborn mit den drittmeisten Assists hervor (22,7). So gibt es also mehr zu tun, als die starken Dreierschützen wie den US-Aufbauspieler Joseph Benzinger und den kanadischen Guard Connor Wood zu stoppen oder den erfahrenen Center Martin Seiferth am Brett zu stören.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel