Basketball 2. Bundesliga ProA Kampf mit den Raubkatzen

Seger Bonifant kennt Karlsruhe, dem man klar mit 65:104 unterlegen war – allerdings einem stärkeren Löwenrudel.
Seger Bonifant kennt Karlsruhe, dem man klar mit 65:104 unterlegen war – allerdings einem stärkeren Löwenrudel. © Foto: Emmenlauer
Ehingen / Helen Weible 13.10.2018

Obwohl das Team Ehingen Urspring lauter fähige Basketballer besitzt, lassen die ersten ProA-Punkte auf sich warten. Das letzte Kräftemessen in der JVG-Halle gegen Rostock war zwar gegen Ende nochmal richtig spannend. Mit 77:80 ging dieses Spiel aber ebenso verloren wie die Auswärtspartie in Trier mit 66:75 eine Woche zuvor.

Dem kommenden Gastgeber PS Karlsruhe Lions (heute in Karlsruhe, 19.30 Uhr) geht es nicht anders. Auch die Fächerstädter haben bislang keinen Erfolg gefeiert. Der Hauptrundenfünfte der vergangenen Saison hat einen 0:3-Fehlstart hingelegt. Das hat allerdings mehrere Gründe. Fest steht für das Duell am heutigen Abend in der Europahalle: Beide Teams sind heiß auf den ersten Saisonsieg. Deshalb erwartet Trainer Domenik Reinboth den klassischen „heißen Tanz“.

Seine Mannschaft hat sich während der Trainingswoche weiter an sich gearbeitet, hat alles rekapituliert, weiß längst, auf was es ankommt. „Ihr könnt es doch, warum zeigt ihr es nicht in den ersten drei Vierteln?“ Diese berechtigte Frage konnte sich keiner beantworten. Doch als erste Reaktion kann das Schlussviertel gegen Rostock gewertet werden. „Es war schön, zu sehen, dass die Mannschaft noch im Spiel reagiert hat“, sagt Reinboth.

Beißen und kratzen

Dass sie kämpferisch sei, das habe man gesehen. Und nur „über den Kampf“ wird es auch gegen das Löwenrudel gehen. „Die stehen mit dem Rücken zur Wand“, meint Reinboth zum Team von Michael Mai. Ein Ensemble, das erst noch zusammenfinden muss nach Wochen der kleinen Krisen und kurzfristigen Kaderumplanungen. Im letzten Spiel gegen Baunach, das 66:75 verloren ging, mussten fünf Hansel beinahe durchspielen: Die von der zurückliegenden Saison gebliebenen Leistungsträger Orlando Parker, Roland Nyama und Maurice Pluskota schufteten lange. Außerdem mussten es der BBL erfahrene Dominique Johnson und Rookie-Guard Kahron Ross richten. Von Filmore Beck, der vom ProB-Meister Elchingen gekommen war sowie dem derzeit verletzten Cyrus Tate war noch wenig zu sehen. Keine Frage, das Rudel wird noch stärker werden. Reinboth geht davon aus, dass es „von Spiel zu Spiel besser wird“; aber Gleiches gilt auch für seine Mannschaft.

Nach Karlsruhe fährt der übliche, neunköpfige Spielerstamm mit: Ray Simmons, Gianni Otto, Seger Bonifant, Dominique Uhl, Kevin Yebo, Tanner Leissner, Daniel Monteroso, Tim Hasbargen und Kevin Strangmeyer.

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